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Um es gleich vorweg zu nehmen – die eine, universell richtige Strategie auf Amazon zu verkaufen gibt es nicht. Die Wahl des richtigen Verkaufsmodells ist jedoch ein erfolgskritischer Faktor in jeder ganzheitlich geplanten Distributionsstrategie. Eine intensive Auseinandersetzung mit allen zur Verfügung stehenden Optionen, ist daher unbedingt zu empfehlen.

Rückblick: 1995 als Online-Buchhändler gestartet, erkannte Amazon-Gründer Jeff Bezos sehr schnell, dass er sein Ziel, Amazon zum „größten Online-Kaufhaus der Welt“ zu machen, allein über das Retail-Geschäft mit Vendoren nur schwer werde erreichen können. So öffnete sich das Unternehmen aus Seattle bereits Ende der 90er Jahre für Dritthändler – auch Seller genannt – die seitdem gegen Abgabe einer Verkaufsgebühr in eigenem Namen auf der Plattform verkaufen können.

Seitdem entwickelt sich das Marktplatzgeschäft von Amazon äußerst dynamisch und hat den eigenen Retail-Handel bereits im Jahr 2015 an Umsatz übertroffen. Laut einem Anfang des Jahres veröffentlichtem Brief von Jeff Bezos an seine Aktionäre, hat der Marktplatz 2018 rund 58% der gesamten Warenverkäufe auf der Plattform erzielt. Dieser Umstand war Bezos den trockenen aber treffenden Kommentar wert: „Die Drittanbieter-Händler treten uns in den Hintern. Kräftig.“

Amazon fokussiert sich zunehmend auf das Marktplatzgeschäft

Ungewollt ist diese Entwicklung aber nicht – sie ist eher strategisches Kalkül. Nutzte Amazon in der Vergangenheit seine direkten Lieferantenbeziehungen um schnelles Wachstum und Marktmacht zu gewinnen, findet seit einiger Zeit eine spürbare Fokussierung auf das für Amazon profitablere und risikoärmere Marktplatzgeschäft statt. So hat zum einen eine Angleichung der Tools stattgefunden, mit denen Seller und Vendoren ihre Produkte darstellen und bewerben können (z.B. Sponsored Ads, A+ Content und Brand Stores).

Zum anderen wurden Support und persönliche Betreuung von Vendoren beispielsweise durch Vendor- und InStock-Manager deutlich zurückgeschraubt. Nicht zuletzt sorgte Anfang des Jahres eine Meldung für Aufsehen, nach der Amazon unangekündigt und ohne weitere Begründung Bestellungen bei mehreren Tausend, überwiegend kleineren Vendoren, gestoppt habe, um diese in das Seller-Programm zu drängen. Dies wäre eine sehr aggressive Methode zur Verlagerung des Retail- zugunsten des Marktplatzgeschäftes.

Die Modelle unterscheiden sich weiterhin fundamental

Trotz Angleichungen in einigen Bereichen, unterscheiden sich beide Modelle aber nach wie vor fundamental voneinander. Fällt die Entscheidung für das Vendor-Modell, bedarf es zunächst einer entsprechenden Einladung von Amazon. Ist diese Hürde genommen, sind ausschlaggebende Faktoren einerseits vertriebspolitische Gründe, zum Beispiel, wenn eine Konkurrenzsituation mit anderen Händlern, die im Zweifel ebenfalls Kunden sind, vermieden werden soll.

Daneben sind auch das zumindest theoretisch höhere Absatzpotential, das hohe Vertrauen der Kunden in die Marke Amazon sowie der Zugriff auf die noch verbleibenden exklusiven Marketingprogramme (z.B. Amazon VINE zur Generierung von Produktrezensionen) Argumente für den Vendor-Status. Im Gegenzug verlieren Vendoren preispolitische Einflussmöglichkeiten, müssen sich jährlich in zum Teil harte und langwierige Konditionenverhandlungen mit Amazon begeben und weitestgehend auf Endkundenkontakt verzichten.

Seller hingegen schätzen die größere Flexibilität hinsichtlich der Preisgestaltung und Lagerbestandsplanung sowie die deutlich umfangreicheren, kostenlos zur Verfügung gestellten Daten und Insights in Bezug auf Bestellungen, Keywords und Warenkorbstatistiken. Als nachteilig werden hingegen vor allem der höhere Aufwand bei Fulfillment oder Kundensupport wahrgenommen.

Ein hybrider Ansatz könnte ebenfalls eine gute Lösung sein

Wer über genügend Ressourcen, Know-how und die entsprechende technologische Infrastruktur verfügt um beide Modelle umzusetzen, für den könnte ein hybrider Ansatz eine weitere Option darstellen. Dieser vereint die Vorteile von Vendor- bzw. Seller-Dasein und erfreut sich daher zunehmender Beliebtheit. Die höhere Flexibilität bei der Festlegung der Verkaufspreise, die Sicherstellung der Verfügbarkeit auch unrentabler „CRaP-Produkte“ (Can´t Realize any Profit) sowie der Zugang zu spezifischen Analysedaten in Seller Central, können für (Teil-) Segmente eines Herstellers oder Händlers ausschlaggebende Argumente für die Wahl eines Hybrid-Modells sein. Richtig gemanaged, kann dieses Modell die erhöhten Aufwände und eventuell auftretende Kannibalisierungseffekte beider Kanäle mehr als aufwiegen.

Dieser Beitrag ist Teil einer vierteiligen Serie bei etailment.de. Hier geht’s zu den Teilen Eins, Drei und Vier.

Auf 53,3 Milliarden Euro ist der deutsche Onlinehandel im Jahr 2018 laut dem Institut für Handelsforschung gewachsen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über 4,4 Milliarden Euro bzw. 9,1 Prozent.  Rund die Hälfte dieses Wachstums wurde hierbei alleine durch den Marktplatz von Amazon getrieben, der in 2018 in DE über 100.000 neue Händler und Hersteller für sich gewinnen konnte, bemerkenswerterweise davon ca. 40 Prozent aus der Volksrepublik China.

Die Gründe für diese rasante Entwicklung sind schnell identifiziert: Zum einen nutzen immer mehr Konsumenten das Internet zum Einkaufen und starten immer öfter ihre Produktsuche direkt bei Amazon. Noch vor wenigen Jahren war diese Torwächterfunktion im E-Commerce der Suchmaschine Google vorbehalten. Zudem hat es Amazon geschafft mit Prime ein äußerst attraktives Kundenbindungsprogramm zu etablieren. Dessen rund 100 Millionen weltweite Mitglieder profitieren gegen Gebühr von kostenloser und schneller Lieferung, medialen Angeboten wie Prime Video oder Prime Music, exklusiven Rabattaktionen (z.B. Prime Day) und Spezialshops (z.B. Amazon Fresh). Dadurch ist die Plattform so tief im Relevant -Set der Kunden verankert, dass sie im Schnitt doppelt so häufig bei Amazon bestellen wie Nicht-Mitglieder. Als Zielgruppe zur Neukundengewinnung für andere Webshops sind diese Kunden praktisch nicht mehr erreichbar.

Neben der hohen Reichweite und einer besonders treuen Kundschaft bieten die digitalen Marktplätze von Amazon, OTTO & Co. noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil. Ihre technische und logistische Infrastruktur kann von allen Anbietern genutzt werden, ohne selbst in finanzielle Vorleistung gehen zu müssen. So wird die Instandhaltung der Plattformen, Transaktionsabwicklung sowie Marketingaktionen z.B. zum Cyber Monday vom Betreiber übernommen und das Serviceangebot kann optional bis zur gesamten Logistik inklusive Lagerung und Retourenhandling erweitert werden, wie zum Beispiel bei Amazons Fulfillment-Programm FBA.

Zahlen des Kölner Marktforschungsinstituts IFH zeigen, dass Anbieter, die ihre Produkte 2017 über Amazon vertrieben haben, ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnten, doppelt so hoch wie das Gesamtwachstum des Onlinehandels im gleichen Zeitraum. Die Abwicklung von Versand, Abrechnung und Gewährleistung über den Marktplatz, erleichtert kleineren Händlern und Herstellern darüber hinaus den Einstieg in internationale Märkte. Die Bekanntheit und das Vertrauen der Kunden in das globale Markenversprechen von Amazon oder eBay kann also jeder Anbieter zu seinem eigenen Vorteil nutzen.

Jedoch muss man neben all den genannten Anreizen und Vorzügen, welche die großen Plattformen zweifelsohne bieten, auch Risiken und mögliche Gefahren bei der Entwicklung einer geeigneten Marktplatzstrategie berücksichtigen.

Hersteller und Händler mit austauschbaren Produkten, ohne starke eigene Markenidentität oder signifikanten Preisvorteil sollten den Wettbewerb auf den Marktplätzen nicht unterschätzen. Kann im eigenen Online-Shop das Sortiment in aller Breite und Tiefe exklusiv präsentiert werden, konkurriert man auf Amazon und Co. mit zahlreichen Anbietern um die Aufmerksamkeit der Kunden und Sichtbarkeit der eigenen Produkte. Durch eine Reihe effektiver Marketing-Tools lassen sich zwar entsprechende Platzierungen auf den ersten Suchergebnisseiten einkaufen, um aber auch langfristig eine organische Top-Platzierung zu erzielen sind je nach Kategorie erhebliche Investments in werbliche Maßnahmen sowie die Pflege und Optimierung des Produktkatalogs notwendig, die eine kalkulierte Marge schnell auffressen können.

Ein weiterer Nachteil, insbesondere in der Customer-Lifetime-Value Betrachtung, ist die fehlende oder stark eingeschränkte Möglichkeit mit Kunden in direkten Kontakt zu treten, diese über Aktionen oder Neuprodukterscheinungen zu informieren und eine nachhaltige CRM Strategie zu etablieren.

Last but not least besteht die Gefahr einer zu starken Abhängigkeit vom Marktplatz und dem drohenden Kontrollverlust über die eigene Marke. Unvorhersehbare Gebührenerhöhungen, Änderungen in den allgemeinen Guidelines und Geschäftsbedingungen sowie der Vormarsch zahlreicher Amazon Eigenmarken wie „Basics“, „Essentials“ oder „Find“ können das Engagement auf Markplätzen über Nacht unrentabel machen. Schlechte Geschäftspraktiken oder negative Black Hat Taktiken der Konkurrenz können im schlimmsten Fall sogar zu einer sofortigen Sperrung des eigenen Accounts führen.

Es empfiehlt sich daher die intensive Prüfung weiterer Vertriebskanäle zur Diversifizierung. Neben der Analyse von Nischen-Marktplätze wie z.B. hood.de, yatego.com, avocadostore.de oder selekt.com, sollte auch die Erstellung eines eigenen Online-Shops in Betracht gezogen werden. Dieser hat insbesondere dann große Aussicht auf Erfolg, wenn er sich signifikant und für den Kunden leicht ersichtlich von den Angeboten der Marktplätze unterscheidet. Man erreicht dies beispielsweise durch eine besonders attraktive Preisstruktur, ein unverwechselbares Produktsortiment oder auch durch eine außergewöhnlich gute User Experience. Der Einsatz von Augmented Reality oder Chat Bots für besonders erklärungsbedürftige Produkte oder Services kann einen echten Mehrwert bringen und so Zielgruppen auch abseits der großen Marktplätze für neue Shopping-Kanäle erschließen.

Eine pauschale Empfehlung hinsichtlich der Entwicklung und Etablierung einer geeigneten E-Commerce- und Marktplatzstrategie lässt sich nicht treffen und muss individuell vorgenommen werden. Generell lässt sich aber festhalten: Aufgrund der hohen Reichweite und des enormen Potentials führt kaum ein Weg an den großen Marktplätzen vorbei. Da die Plattformen aber aufgrund ihrer Marktmacht die Beziehung meist einseitig diktieren, sollte eine zu große Abhängigkeit und Konzentration auf einen Marktplatz vermieden und alternative Standbeine aufgebaut werden.

Dieser Artikel ist Teil einer vierteiligen Serie bei etailment.de. Hier geht’s zu Teil Zwei, Drei und Vier.

Während uns die erste Hitzewelle des Sommers 2019 den Schweiß auf die Stirn treibt, kommt Google langsam aber sicher unter den Druck der US-Kartellwächter. In den SEO-News für den Monat Juni zeigen wir daher, ob sich die Suchmaschine wirklich ernste Sorgen vor einer Zerschlagung machen muss.

Google auf dem Weg zum Weltportal

Seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten wird jenseits des Atlantiks nicht mehr wirklich stringent regiert. Da also in Washington D.C. keine wichtigen Gesetze mehr verabschiedet werden, wollen die Politiker umso dringender herausfinden, wie man in diesen Schlamassel bloß hineingeraten ist. Aus diesem Grund werden vom Kongress in lockerer Reihenfolge die Bosse der großen Digitalriesen wie Amazon, Google, Facebook und Apple vorgeladen, um gleichzeitig Spurensuche und Schadensbegrenzung zu betreiben. Unter dem Damoklesschwert einer kartellrechtlichen Zerschlagung des Konzerns am Horizont musste im vergangenen Dezember auch Google-Chef Sundar Pichai die Frage beantworten, was seine Firma denn eigentlich mit ihrer sagenhaften Reichweite anfange. Genauer gesagt: Wie viele Nutzerzugriffe reicht Google im Sinne einer klassischen Suchmaschine an Drittseiten weiter und wie viel dieser Reichweite behält das Unternehmen zur Vermarktung und Monetarisierung auf den eigenen Webseiten und Apps der Alphabet-Holding?

Pichais Antwort war damals wenig hilfreich und beschäftigte sich statt mit konkreten Zahlen eher mit diffusen Einlassungen zu den Besonderheiten der User Journey in Search. Dabei ist die Suchmaschine aus Mountain View gerade dabei, eben diese User Journey gehörig auf den Kopf zu stellen: Auf der jüngst zu Ende gegangenen Suchmarketing Konferenz SMX Advanced in Seattle waren sich Beobachter beispielsweise einig, dass Google immer weniger ein Suchsystem ist, und sich vielmehr hin zu einem Portal entwickelt.

Clickstream-Daten bestätigen den Trend

Da trifft es sich gut, dass SEO-Urgestein Rand Fishkin diese Zahlenlücke gerade mit einem aktuellen Blogpost gefüllt hat. Aus den Clickstream-Daten der Analysefirma Jumpshot für den US-amerikanischen Markt hat er herausgearbeitet, dass rund die Hälfte aller rund 150 Milliarden US-Zugriffe auf Google im Jahr 2018 sogenannte „No-click-searches“ waren, also Endpunkte der User Journey, bei denen auf die Suchanfrage kein weiterer Klick hin zu einer Drittseite folgt. Google löst somit die Anfrage jedes zweiten Nutzers auf der eigenen Website und wird damit selbst zum Endpunkt der User Journey.

Neue Designlayouts und klickbare Features in den ehemals klar strukturierten Suchergebnissen befördern den Eindruck, dass Google je nach Intention der Nutzeranfrage, immer stärker die Funktion eines klassischen Webportals annimmt. Daneben leitet Google laut Jumpshot-Daten rund zwölf Prozent der Clicks auf eigene Drittseiten wie YouTube weiter. Unbekannt ist nach Angaben von Fishkin der Anteil an Suchanfragen, die auf einem Mobilgerät an eine Google-App wie Maps oder Gmail weitergeleitet und dort geöffnet werden. Damit bleibt ein signifikanter Anteil von noch immer mehr als 40 Prozent – über 60 Milliarden Klicks jährlich – der als organischer Traffic auf Drittseiten im Internet weitergeleitet wird.

Seine Trafficanalyse zeigt darüber hinaus, dass die Summe dieser Clicks über die vergangenen drei Jahre auch insgesamt relativ stabil geblieben ist. Jedoch sinkt der organische Traffic von mobilen Endgeräten im Vergleich zum Desktop deutlich. Grund hierfür ist die immer stärkere Bevorzugung bezahlter und lokaler Suchergebnisse auf dem kleinen Bildschirm. Für Seitenbetreiber sei dieser Rückgang des organischen Traffics aus der mobilen Suche nur noch nicht spürbar, da Googles Reichweite noch immer stark wachse, so Fishkin.

Google steht am Scheideweg

Fassen wir also zusammen: Google vermarktet einen Großteil seines Traffic-Wachstums auf den eigenen Webseiten und Apps. Dieser Verlust an potentiellen Besuchern für Drittseiten wird derzeit jedoch noch vom starken Gesamtwachstum Googles ausgeglichen. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist, dass die Suchmaschine aus Mountain View sich bei bestimmten strukturierten Suchanfragen wie für Flüge, Hotels oder dem Kinoprogramm nicht mehr allzu sehr von seiner kommerziellen Konkurrenz, den Preisvergleichs- und Shoppingplattformen, unterscheidet.

Die Anhörungen vor dem US-Kongress und die nach Presseberichten eingeleiteten Untersuchungen des US-Justizministeriums kommen also zur rechten Zeit. Google muss sich entscheiden, ob es eine Suchmaschine oder ein allwissendes Universal-Portal sein will. Die Diversifikation seines Geschäftsmodells darf nicht auf Kosten der anderen Marktteilnehmer gehen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei LEAD-digital.de.

SEO News

Kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament wird viel über die Zunahme von weltweiten Konflikten und Konfrontationen diskutiert. Auch das Internet hat eine Geschichte von großen Auseinandersetzungen. Ob zwischen Amazon und Google nun der nächste Krieg der Plattformen droht, besprechen wir in den SEO-News für den Monat Mai.

Sprachassistenten: Der neue Wettkampf der Marktschreier

Der Wettkampf der intelligenten Assistenten ist in vollem Gange. Nachdem sich die erste Aufregung über die Möglichkeiten der neuen Sprachtechnologie gelegt hat, wird der Wert der neuen Begleiter nicht mehr länger am Presserummel gemessen. Stattdessen müssen Alexa, Siri und der Google Assistant nun ihre Wirtschaftlichkeit im harten Wettbewerb unter Beweis stellen. Die Ausgangssituation könnte dabei unterschiedlicher kaum sein: Stehen wir nach dem Ende der der Browser- und Konsolenkriege erneut kurz vor einem Kampf der Plattformen?

Wer mit seiner Marktmacht die Standards der Zukunft setzen wird, ist noch lange nicht ausgemacht. In Sachen Hardware hat augenscheinlich Amazon die Nase vorne. Obwohl sich beide Unternehmen nicht gerne in die Karten schauen lassen, hat der Online-Versandriese Zahlen bestätigt, wonach Amazon bis Ende 2018 rund 100 Millionen Geräte mit dem Sprachassistenten Alexa verkauft hat – vor allem intelligente Lautsprecher, wie den beliebten „Echo“ in unzähligen Varianten. Zum selben Zeitpunkt kam Google laut einer Studie der Beratungsgesellschaft RBC auf rund 50 Millionen verkaufte Lautsprecher weltweit.

Nicht Quantität, sondern der Mehrwert ist entscheidend

Die Anzahl von aktivierten Geräteeinheiten zeigt allerdings nur die Hälfte der Wahrheit: Anlässlich seiner Entwicklerkonferenz „Google IO“ gab das Unternehmen aus Mountain View kürzlich bekannt, dass man zwar in Sachen Smart Speaker hinter dem Rivalen Amazon zurückliege, die Software des hauseigenen Google-Assistenten im Gegensatz dazu jedoch bereits auf mehr als 1 Milliarde Geräten verfügbar ist. Hierzu zählen in erster Linie Smartphones, auf denen der Google Assistant als App eingesetzt werden kann; auf Android-Handys ist die Funktion beispielsweise bereits vorinstalliert. Zwar versteckt sich auch Alexa immer häufiger in Mikrowellen, Toiletten oder Synthesizern, allerdings muss dabei die Frage erlaubt sein, welchen Mehrwert der als Einkaufs- und Unterhaltungsmaschine konzipierte Sprachassistent hier zu bieten hat.

Google hat da mit Blick auf die Nutzungsszenarien eine deutlich bessere Ausgangslage. Eingebettet in eine umfassende Palette an Diensten und Funktionen von Email über Shopping, Navigation und den Terminkalender kann der Suchmaschinenriese ein ganz anderes Portfolio von Dienstleistungen anbieten. Auf seinem Weg zur Etablierung einer umfassenden und allgegenwärtigen Orientierungs-, Lösungs- und Komfortmaschine ist der Assistant für Google ein entscheidendes Instrument.

Google bläst zum Angriff – doch zieht nicht in den Krieg

So lässt sich auch die Ankündigung nachvollziehen, dass die Darstellung von Suchergebnissen im Assistant nun sukzessive dem Erscheinungsbild der mobilen Suchergebnisseiten (SERPs) angepasst werden soll. Dies hat zur Folge, dass sich die semantische Markierung und Strukturierung von Inhalten ebenfalls im Kontext des Google Assistant auszahlen wird. Darüber hinaus werden auch nicht-strukturierte Informationsfragmente ab sofort in Formaten ähnlich den bekannten Rich Snippets (kleine Auszüge von Webseiteninhalten auf den Suchergebnisseiten), den Knowledge Graphs oder direkten Antworten dargestellt. Diese Beobachtung scheint auch die Theorie der hier bereits thematisierten „Fraggles“ zu bestätigen, laut der Googles Künstliche Intelligenz  in Zukunft vermehrt kleine Informationshäppchen ohne Verweis auf eine URL frei kombiniert und zu einem individuellen Suchergebnis zusammenstellt. Auch in Sachen Monetarisierung geht Google in die Offensive und will seine Anzeigenkampagnen ab sofort auch auf Android Geräten innerhalb des Assistant aussteuern.

Die Entwicklung der Sprachassistenten läuft also nicht auf eine direkte Konfrontation hinaus, ein neuer Plattformkrieg wird uns wohl erspart bleiben. Die Frage, welcher Anbieter mehr Anwendungen von Dritten auf seiner Plattform vereinen kann, steht dabei nicht mehr so Vordergrund, wie es noch beim mobilen Betriebssystem der Fall war. Vielmehr werden wir Nutzer die Frage beantworten, ob Sprachsuche in Kombination mit künstlicher Intelligenz individuelle Lösungen für eine Vielzahl eng gefasster Nutzungsszenarien wie Amazons Einkaufsservice und Musikdienst hervorbringen wird, oder ob sich die große Google-Lösung einer umfassenden technischen Infrastruktur zu Unterstützung menschlicher Existenz in allen Lebenslagen durchsetzen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Internet World Business.

Wir schreiben das Jahr 2019. Das Thema Werbung im digitalen Raum hat sich seinen Platz in der Kommunikationswelt erobert und baut ihn immer weiter aus. Dies basiert auf den sich verändernden Mediennutzungsgewohnheiten der jüngeren und zunehmend auch älteren Nutzer, dem breiten Potential relevanter Werbeformen und nicht zuletzt auch den immer ausgefeilteren, datenbasierten Möglichkeiten der Kommunikationssteuerung.

Dabei ist die Kombination von Nutzungssituation, Zielgruppenprofil und bisheriger Historie der werblichen Kontakte der Schlüssel für die Optimierung von Art, Inhalt und Häufigkeit des kommunikativen Kontakts. Grundlage dafür ist eine einheitliche Datenbasis, die eine Steuerung aller relevanten Touchpoints zulässt. Klingt nach einer exzellenten Ausgangposition für die großen Amis (Google, Facebook, Amazon: GAF) und das ist sie auch. Sie erfüllen fast alle Voraussetzungen, jeweils in ihrem eigenen (Daten-) Universum.

Und der „Rest der Welt“? Hat in Deutschland und Europa das Problem erkannt und beginnt nahezu zeitgleich mit zwei großen Playern, Verimi und NetID, zu handeln. Während Verimi sich aber vor allem außerhalb des Themas Kommunikationssteuerung betätigt, will NetID genau dafür die Grundlage liefern. Die Chancen für einen Erfolg sind gegeben. Wenn sich der „Rest des Marktes“ datentechnisch über NetID vernetzbar macht, bietet das ein mit den GAFs vergleichbares Reichweitenpotential. Wichtig ist dabei, dass NetID nur die technologische Grundlage liefert, die differenzierenden Angebote bleiben die gemeinsame Aufgabe der darüber vernetzten Plattformen.

Und bei geschickter Formulierung von Angeboten für den Werbemarkt ist auch ein echter Wettbewerbsvorteil drin. Erforderlich sind hohe Reichweiten. Das ist möglich, da die teilnehmenden Player sie heute schon haben – nur nutzbar machen durch Registrierung ist noch dringend erforderlich. Zweiter Erfolgsfaktor: Ein relevanter Teil hochwertiger, auch redaktioneller Umfelder mit impactstarken und effizienten Werbeformen ist dort im Angebot. Richtig spannend wird es dann bei Erfolgsfaktor Nummer drei, dem transparenten und rechtskonformen Zugangs der Kunden zu Tracking- und Optimierungsdaten. Hier schotten sich die GAF bisher weitgehend ab und verhindern die direkte und integrierte Erfolgsmessung durch Kunden und Agenturen. Die Beibehaltung dieser Offenheit kann der zentrale Wettbewerbsvorteil des „Rests der Welt“ sein, denn damit ist die Steuerungsmöglichkeit und der Erfolgsnachweis jedes eingesetzten Werbeeuros mit deutlich höherer Transparenz möglich als in den walled gardens. Das gilt nicht nur für die reine Leistungsmessung, sondern auch für qualitative Faktoren wie AdFrauf oder Visibility.

Das relevante Angebot für den Werbemarkt entsteht aus diesen drei Erfolgsfaktoren. Problematisch ist die konkret einsetzbare Reichweite, hier hat NetID noch erheblichen Aktivierungsbedarf bei den Nutzern. Der Rest ist schnell lösbar, wenn alle Beteiligten das Interesse des Marktes über ihre Partikularinteressen stellen.

Dann haben wir zwar immer noch ein (Daten-) Oligopol von dann vier großen Datenpools, aber der intensivierte Wettbewerb wird mehr Auswahl schaffen –  und das ist gut so.

Dieser Artikel erschien zuerst auf adzine.de.

SEO News

Der Frühling ist nun endgültig ausgebrochen und treibt selbst den hartgesottensten Online Marketeer in die Sonne vor die Tür. Klar, dass man dabei wichtige Trends und Entwicklungen verpassen könnte. Daher haben wir die wichtigsten SEO-News für den Mai zusammengefasst. Diesmal betrachten wir die Entwicklung des Suchmarktes, Googles Angriff auf den E-Commerce und mögliche Schattenseiten der Sprachassistenten auf unser Verhalten.

1) Der Markt für Suchmaschinen wird erwachsen

Die Dominanz von Google im Suchmarkt in Frage zu stellen, ist gerade mal wieder schwer angesagt. Der Facebook-Datenschutz-Skandal lässt viele Kritiker des Systems Google hoffen, dass so langsam ein etwas größerer Teil der Onlinegemeinde erkennt, dass „gratis“ im Internet eben nicht „umsonst“ bedeutet, und in der Konsequenz die Nutzerzahlen der Suchmaschine aus Mountain View zumindest nicht mehr weiterwachsen. Unterstützt werden kann diese Vermutung durch den Trend, dass viele Nutzer ihre Shopping-Suche lieber gleich direkt beim Konkurrenten Amazon beginnen. Grund genug also, einmal mehr den Fragen nachzugehen: Verliert Google Marktanteile und wo finden Suchen im Internet überhaupt statt? Licht ins Dunkel bringt eine Studie der amerikanischen Datensammler von Jumpshot. SEO-Veteran Rand Fishkin hat deren Analyse von US-Clickstream-Daten, also Referrer-Daten auf Serverebene und anonymisierte Klickprotokolle aus Webapplikationen der Jahre 2015 bis 2018, interpretiert und ist dabei auf überraschende Erkenntnisse gestoßen. Entgegen dem vermuteten Trend wächst zwar die Summe von Suchanfragen auf Amazon, weil aber zugleich die Gesamtmenge aller Suchanfragen zugenommen hat, lag der Amazon Marktanteil über den gesamten Untersuchungszeitraum bei konstant rund 2,3 Prozent. Eine detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen Google-Dienste, wie der Bildersuche oder Google Maps, zeigt, dass diese Spezialdienste aufgrund von Technik- und Designanpassungen Suchanfragen verlieren. Allerdings verschieben sich diese Suchen nur hin zur universellen Google Websuche. Das Unternehmen aus Mountain View ist also erfolgreich darin, unterschiedliche Services für Suchende auf Mobilgeräten und Desktop in seiner zentralen Suchergebnisseite zu integrieren. Googles Marktanteil hat sich daher auch zwischen 2015 und 2018 um 1,5 Punkte auf rund 90 Prozent steigern können, die Konkurrenz scheint komplett abgehängt. Wie bei Amazon hat sich der Such-Share von YouTube, Pinterest, Facebook und Twitter kaum verändert. Auch Microsofts Suchmaschine Bing und Yahoo haben trotz Zuwächsen an Suchanfragen keine Marktanteile gewinnen können. Fishkins Fazit fällt entsprechend pragmatisch aus: Die Suchmaschinenindustrie weise im Jahr 2018 einen hohen Reifegrad auf, in dem sich eine Handvoll starker Player erfolgreich am Markt etablieren konnten. Die Dominanz Googles wird aber auch auf Jahre hinaus nicht in Gefahr kommen, da alle Verfolger gleichermaßen von einem weiter dynamisch wachsenden Suchvolumen profitieren, so der SEO-Experte. Auch wenn der Riese aus Mountain View scheinbar unbeschädigt alle Datenskandale hinter sich lässt, die Tatsache, dass Amazon, Bing & Co. es schaffen, das Tempo des Marktführers erfolgreich mitzugehen, sei die wirklich wichtige Erkenntnis hinter den Jumpshot-Zahlen, so Fishkin. Diese Einschätzung deckt sich im Übrigen auch mit dem Phänomen, dass das Wachstum mobiler Suchanfragen nicht zu Lasten der klassischen Desktopsuchen geht. Vielmehr findet die mobile-Expansion auch als Wachstum statt, während Desktopsuchen auf unverändert hohem Niveau nicht an Relevanz verloren haben.

2) Google will wissen, was Sie letzten Sommer gekauft haben

Im wachsenden Segment der transaktionalen Shopping-Suchanfragen steht Googles Marktmacht auf tönernen Füßen. Zwar hat man in Mountain View erfolgreich Google Shopping als Vermittlungsplattform etablieren können, die gesamte Wertschöpfungskette inklusive des Bezahlvorgangs zu kontrollieren, blieb bislang bis auf zaghafte Vorstöße jedoch ein Wunschdenken. Genauer gesagt: Google weiß, was die Menschen suchen, aber nur Amazon weiß, was Millionen von Menschen wirklich kaufen. Doch das soll sich nun ändern. Mit einem in den USA gestarteten Feature namens „Google Shopping Actions“ kann für Produkte teilnehmender Einzelhändler eine Kaufoption direkt in den Google Suchergebnissen angezeigt werden. Das Feature richtet sich an Einzelhändler, die ihre Produkte über die Google Suche, den lokalen Lieferdienst Google Express und im Google Assistant auf Mobiltelefonen sowie Sprachassistenten verkaufen wollen. Anstatt auf andere Verkaufsplattformen wie Amazon ausweichen zu müssen, kann der Nutzer nun Produkte künftig direkt über Google beziehen. Mit den Google Shopping Actions werde der Einkauf vereinfacht und zentralisiert, so Google. Durch einen zentralen Warenkorb und einen Bezahlvorgang über den Google Account werde das Einkaufserlebnis für Nutzer der Suchmaschine einfach und sicher abgewickelt werden können, kündigte das Unternehmen an. Neben der klassischen Suche über das Google Suchfeld soll der Einkauf auch via Spracheingabe möglich sein, um so im Zeitalter der Sprachassistenten konkurrenzfähig zu sein und zu bleiben. Das mit einer direkten Shoppingfunktion auch Daten einer neuen Qualität in Mountain View gesammelt und individuellen Nutzern zugeordnet werden können, ist natürlich die andere Seite der Medaille.

3) Alexa und das Zeitalter der Verrohung

„Mama! Mach jetzt das Licht im Wohnzimmer an!“. Jedes Kind, das mit diesen Worten seinen Willen durchzusetzen versucht, wird wohl kläglich scheitern. Es ist ein fester Bestandteil der Erziehung, dass man einen Wunsch an eine andere Person höflich als Frage formuliert und das kleine Wörtchen „Bitte“ der mit Abstand wichtigste Teil jeder Willensäußerung zu sein hat. Aber diese eherne Gewissheit ist in Gefahr. Und das nicht aufgrund der vagen Vermutung, dass Kinder heutzutage keinen Anstand mehr von ihren Eltern vermittelt bekommen würden. Als viel stärkerer Katalysator könnte sich erweisen, dass der hochdigitalisierte Nachwuchs schon in jungen Jahren ein ganzes Arsenal willfähriger, widerspruchsloser Helfer und Assistenten kommandiert, die eben nicht mit verletzten Gefühlen oder Abweisung reagieren, wenn man sie im barschen Kommandoton auffordert, etwas sofort in die Tat umzusetzen. Im amerikanischen Magazin „Atlantic“ sorgt sich der Autor Ken Gordon um die Auswirkungen dieser Entwicklung auf kommende Generationen. Zwar seien präzise Kommandos zentraler Teil der Steuerung von Software, es mache aber einen großen Unterschied, ob diese still per Tastatur an ein System übermittelt würden, oder ob man einen vermenschlichten Maschinenassistenten mit Sprachbefehlen kommandiere, so Gordon. Die Gefahr bestehe, dass die Klaglosigkeit, mit der Alexa, Cortana, Siri & Co das Fehlen von „Bitte“ oder „Danke“ hinnähmen, einen emotionalen blinden Fleck in jungen Menschen hinterlassen könnte. Letztlich sei ein Sprachbefehl zwar nur eine andere Form von Programmierung, „die eigene Autorität sprachlich zu artikulieren, und das immer und immer wieder, kann sich auf Dauer aber als problematisch erweisen“, so Gordon. Noch ist es aber zu früh, um eine Prognose zu wagen, wie sich unser Miteinander verändern wird, wenn Künstliche Intelligenz und Roboter fester Bestandteil unserer Familien, Arbeitsteams und letztlich der Gesellschaft werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Internet World Business.

Das neue Echo Show ist ein Hardware gewordenes Learning von Amazon, das auf die Probleme und Hürden aller Voice Interfaces eingeht: Die Informationsvermittlung. Echo Show kompensiert nämlich die Limitierung der Informationsvermittlung eines Voice Interfaces mit einem klassischen Display. So wird aus einem No-Interface Device ein neuer Full Service Touchpoint im digitalen Ökosystem, das für uns noch ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringt. Wie wir diese neue Komponente, den Screen mit Delegation über den Amazon Endpoint ansprechen können, sehen wir uns im Folgenden genauer an. Reverse Engineering ist hier das Stichwort.

Der Look von Echo Show ist nicht sonderlich aufregend und erinnert in seiner Art an SciFi-Filmen aus den 70ern. Vorne eine schräge Fläche, im Mittelpunkt ein Display, darüber die Kamera, darunter das Lautsprechergitter. Trotzdem wirkt das Gerät im Wohnzimmer nicht deplatziert. Unser Echo Show mussten wir über eine amerikanische Adresse beziehen, da es in Deutschland noch nicht erhältlich ist. Ein Erscheinungsdatum für den deutschen Markt hat Amazon bisher noch nicht genannt.

Aktuell gibt es noch keinen Leitfaden für Developer

Ähnlich spartanisch sieht es mit den Informationen für Developer und die Entwicklung von Skills auf dem Echo Show aus. Der Developer-Bereich Amazons liefert zwar Auskunft darüber, wie die JSON-Kommunikation zwischen Skill und Endpoint aussehen muss, damit man die neue Funktionalität ansprechen kann. Parameter werden beschrieben, Templates gezeigt und Callbacks erklärt. Aber eben alles nur auf Basis der Kommunikationsprotokolle und nicht als Leitfaden. Sind wir traditioneller Nutzer des Alexa Skill Kit-Frameworks für Java gucken wir also erstmal in die Röhre. Ein Vermerk in der neusten Framework-Version im Github verrät uns zwar, dass die Version 1.4 für Echo Show vorbereitet wurde, allerdings gibt es dazu weder Dokumentationen noch Code-Beispiele.

Welche Darstellungsmöglichkeiten bietet Echo Show?

Nun haben wir hier aber ein Echo Show stehen und möchten dafür auch einen Skill entwickeln. Also Augen zu und hinein in den Framework-Code, der beim letzten Release commited wurde. Zuerst müssen wir uns fragen, was wir eigentlich erwarten. Echo Show kann auf vielfältige Weise Informationen abbilden. Es muss also eine Möglichkeit geben, Informationen zu layouten und diese dann irgendwie als Response an den Alexa-Endpoint zu übermitteln. Schauen wir uns das Response-Objekt an, sehen wir, dass sich hier zum letzten Release so gut wie nichts geändert hat. Die einzige Stelle, an der wir ansatzweise dynamische Daten übergeben könnten, sind die sogenannten Direktiven. Suchen wir ein wenig im Framework, finden wir die RenderTemplateDirective und genau diesen kann man ein Template übergeben.

Templates sind uns bereits auf den Development-Seiten Amazons begegnet (https://developer.amazon.com). Zurzeit gibt es insgesamt sechs feste Templates: Zwei zur Darstellung von Content Lists und vier zur Darstellung von Single Content. Die beiden Templates für Content Lists unterscheiden sich darin, dass das eine für horizontale, das andere für vertikale Listen gedacht ist. Die vier Templates für Single Content unterschieden sich in ihren Darstellungsmöglichkeiten wie folgt (siehe Abbilung 1):

  • BodyTemplate1
  • Title (optional)
  • Skill icon (provided in developer portal)
  • Rich or Plain text
  • Background image (optional)
  • BodyTemplate2
  • Title (optional)
  • Skill icon (provided by developer portal)
  • Image (optional – can be a rectangle or square)
  • Rich or Plain text
  • Background image (optional)
  • BodyTemplate3
  • Title (optional)
  • Skill icon
  • Image (optional – can be a rectangle or square)
  • Rich or Plain text
  • Background image (optional)
  • BodyTemplate4
  • No title
  • Skill icon
  • One full-screen image (1024 x 600 for background)
  • Rich or Plain text

Abbildung 1: Unterschiede der Templates für Single Content

Wollen wir also Informationen aufs Display des Amazon Show bekommen, müssen wir uns erst einmal darüber im Klaren sein, welches Template zur gewünschten Information passt. Ein Creative Conceptioner muss hier genau planen, damit die User Experience erwartungskonform und vor allem intuitv gestaltet ist. Kommt der User mit der dargestellten Information nicht zurecht, nützt die sauberste Programmierung nichts. Um erste Hnweise und Feedback zu erhalten, eignen sich qualitative Nutzerbefragungen besonders gut.

Wie erstelle ich Bilder- und Textinhalte?

Technisch gesehen instanziieren wir einfach eines der Templates, das wir unter com.amazon.speech.speechlet.interfaces.display.template finden. Für entsprechende Properties wie Title, Icon, Background usw. gibt es jeweils Getter und Setter. Für Bilder gibt es eine Image– und eine ImageInstance-Klasse. Bilder werden in Form von Url´s zum entsprechenden Imagesource übergeben. Text-Content kann als Plain- oder Richtext übergeben werden. Bei letzterem gibt es die Möglichkeiten einige Markup-Tags für die Formatierung zu benutzen, die wir auch von HTML kennen. So gibt es <br/>,<b>,<i>,<u> und <font size=“n“>. Hier sind ebenfalls unterschiedliche Bereiche für Content innerhalb des Text Contents zu finden. Haben wir nun Bilder und Texte definiert und in die Properties des entsprechenden Templates eingetragen, ist der nächste Schritt dieses Template an die RenderTemplateDirective-Instanz zu übergeben. Unsere neue Direktive tragen wir nur noch in die Liste von Direktiven ein und übergeben diese dem Response-Objekt. Wenn wir den Skill jetzt aufrufen, ist der neu erstellte Content zu sehen.

Wie definiere ich Content für den Touch Screen?

Das Display des Echo Shows ist ein 7-Zoll Touchdisplay. So ist es auch möglich, Elemente einer Content List oder Single Content auszuwählen. Dazu hat jedes Single Content Template und jedes Element eines List Templates einen sogenannten Token. Aus der Sicht des Frameworks ist dieser Token eine Property vom Typ „String“ und dient beim Callback zur Identifikation des gedrückten Elements. Schauen wir uns an, wie wir bisher Skills entwickelt haben, stellen wir fest, dass wir den Callback nur zu einem erkannten Intent bekommen, also nur, wenn der Nutzer etwas gesagt hat. Das ist zwar für das Voice Interface ausreichend, nicht aber für das Display. Das SpeechletV2- Interface unterstützt jedoch ausschließlich Voice Callbacks.

Schauen wir uns aber den SpeechletRequestDispatcher im Framework genauer an, sehen wir, dass der Dispatcher auf ganz unterschiedliche Requests reagieren kann. So gibt es AudioPlayerRequest, PlaybackController, SystemRequests, aber auch DisplayRequests. Wird ein DisplayRequest erkannt, versucht der Dispatcher vom Interface Display die Methode onElementSelected aufzurufen. Was wir also tun müssen, um dieses Callback zu bekommen, ist, nicht nur das SpeechletV2 in unserer Speechlet-Klasse zu implementieren, sondern auch das Display-Interface. Haben wir dies getan, können wir mit folgender Methode überschreiben:

 

public SpeechletResponseonElementSelected(SpeechletRequestEnvelope<ElementSelectedRequest> requestEnvelope)

Abbildung 2: Überschreibung des Callbacks

Diese Methode des Callbacks wird nun immer dann aufgerufen, wenn auf dem Display ein Element selektiert wird. Wird der Callback aufgerufen, können wir uns aus dem requestEnvelope über requestEnvelope.getRequest().getToken() den Token, also den Bezeichner des Elements, welches gedrückt wurde, zurückgeben lassen und entsprechend reagieren. Bei der Wahl des Bezeichners sind wir völlig frei.

Die Response auf ein ElementSelectedRequest ist eine normale SpeechletResponse. Wir können also sowohl Sprache als auch ein weiteres Display Template zurückgeben. Daher ist es auch möglich die von Mobile Devices gängigen Master/Detail-Views zu implementieren. Genau für diese Mechanismen ist der Backbutton gedacht, der standardmäßig für jedes Template aktiviert werden kann. Die Implementierung der Funktionalität bei einem „go back“ liegt allerdings beim Entwickler.

Fazit

Zurzeit ist es für Java-Entwickler eher schwierig, sich dem Thema Echo Show zu nähren. Google und Stack Overflow geben weder Links zu Beispielen noch Dokumentationen. Außer den wenigen Informationen direkt von Amazon ist bisher nicht viel zu finden. Will man seine Zeit nicht mit der Analyse des Frameworks verbringen, ist man gezwungen zu warten, bis die Entwicklerszene oder Amazon weitere Informationen liefern. Hat sich einem die Erweiterung des Frameworks jedoch erschlossen, macht die Entwicklung von Skills für Echo Show einen stimmigen und durchdachten Eindruck.

Negativ aufgefallen sind eher Kleinigkeiten. So funktioniert das Preloading von Bildern in Content Lists eher schlecht als recht. Es ist nicht sehr schön anzusehen, dass Bilder von Listenelementen erst peu à peu erscheinen. Hier muss man bei der Konzeption von Skills zukünftig also auch auf die Zugriffszeit von Content Servern achten oder darauf hoffen, dass Amazon entsprechende Mechanismen verbessert. Generell bleibt abzuwarten, was sich Amazon an Erweiterungen einfallen lassen wird.

Was Entwickler zukünftig aus der Kombination von Voice Interfaces und Touch Screens herausholen werden ist sehr interessant. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Konzeption, Kreation und Entwicklung scheint hier unerlässlich zu sein. Insgesamt wird Amazon Echo Show sicherlich wieder große Veränderungen in den Markt bringen.

Der Artikel wurde auf Entwickler.de veröffentlicht.

Ein Supermarkt ohne Schlange stehen. Artikel nicht auf das Kassenband legen müssen. Einfach rein in den Laden die gewünschten Artikel in die Einkaufstasche stecken und wieder raus? Diesen Traum von stressgeplagten Konsumenten auf der ganzen Welt hat Amazon mit Amazon Go Ende vergangenen Jahres wahr werden lassen. Einkaufen wie es wirklich sein sollte – einfach und unkompliziert.

Amazon könnte mit diesem Angebot tatsächlich einen Lösungsansatz für eine große Schwachstelle im stationären Einzelhandel entwickelt haben. Funktioniert das Konzept verlässlich, hat Amazon damit ein zukunftsträchtiges Szenario geschaffen, um eine tatsächliche Optimierung des Payment-Prozesses im stationären Handel zu erreichen. Aktuell gibt es jedoch noch viele Fragen zum Praxiseinsatz von Amazon Go. Beispielsweise existieren bisher keine Angaben darüber, wie zuverlässig die Erkennung der aus dem Regal genommenen Produkte funktioniert oder wie die Technik mit dem Zurücklegen von Produkten an einen willkürlichen Ort im Laden umgeht. Außerdem machen aktuelle Meldungen deutlich, dass die Tracking-Technologie noch mit Schwierigkeiten beim Praxiseinsatz zu kämpfen hat, was den Start von weiteren Stores auf unbestimmte Zeit verschiebt.

Das Beispiel zeigt damit deutlich, dass ganzheitliche Lösungsansätze für den stationären Einzelhandel nur durch komplexe Systeme möglich sind, die höchst individuell, smart und zielgerichtet, aber dennoch realisierbar geplant sein müssen. Selbst für einen Branchen-Riesen wie Amazon ist das kein Kinderspiel.

Je komplexer, desto schwieriger?

Die Customer Centricity spielt dabei die entscheidende Rolle. Denn nur wenn wir die Bedürfnisse und die Verhaltensweisen der Kunden wirklich verstehen und diese in den Mittelpunkt unserer strategischen Bemühungen stellen, können wir die Kontaktpunkte zum Kunden so aufbauen, dass sie ihm den dringend benötigten Mehrwert bieten, der ihm zur Kaufentscheidung und Händlern zur Umsatzgenerierung verhilft. Dies bedeutet allerdings, dass Anbieter ihre Kontaktmöglichkeiten zum Kunden kennen und vor allem steuern müssen.

Unterschiedliche Kontaktpunkte wie das stationäre Ladengeschäft, der Online Shop, die App und andere bedürfen dabei unterschiedlicher Herangehensweisen und technischer Konzepte, um Informationen auszugeben, zu sammeln und sinnvoll zu verknüpfen. Und damit das funktioniert, müssen selbstverständlich auch ausgeklügelte Schnittstellen, um diese miteinander zu verknüpfen, zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Jahren haben viele Händler bereits Systeme aufgebaut, die ihre Online Shops, Apps und stationären Geschäfte mit Preisen, Kundendaten und Produktdaten versorgen. Obwohl diese Systeme, jedes für sich gesehen, ihren Zweck wunderbar erfüllen und stetig funktional sowie im Datenumfang gewachsen sind, bieten sie häufig keine einfachen, smarten Möglichkeiten, Daten sinnvoll zwischen ihnen zu verteilen. Jedoch kommt es genau darauf an.

Um mit relativ geringem infrastrukturellen Aufwand die ersten Schritte hin zu solch komplexen Szenarien zu gehen, eigenen sich sogenannte Middleware-Lösungen. Ihre Implementierung sorgt dafür, dass Altsysteme bestehen oder sukzessive erneuert werden können, ohne dass laufende Geschäftsprozesse beeinträchtigt werden. Sie erlauben außerdem, das bestehende System flexibel um weitere Kontaktpunkte zu erweitern und diese miteinander zu verknüpfen. Ohne eine übergreifende Strategie, wie Angebote und Inhalte über die verschiedenen Kontaktpunkte hinweg ausgespielt werden, bringt aber auch eine solche Lösung relativ wenig.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Zwar gibt es bereits Ansätze für solche übergreifende Strategien. Jedoch lohnt es sich in keinem Fall, diese einfach zu übernehmen und zu kopieren. Eine Strategie, die nicht individuell auf das Unternehmen sowie die Erwartungen der Kunden zugeschnitten ist, wird nicht funktionieren. Essentiell dafür ist es, eine Vision zu entwickeln die deutlich macht, was tatsächlich geschaffen werden soll. Darüber hinaus muss man sich im Klaren darüber sein, was technisch bereits umsetzbar ist, was (noch) nicht möglich ist und wie bestehende Varianten in angepasster Form für das eigene Unternehmen eingesetzt werden können.

Ohne Erfahrungen aus der Praxis sind solche Erkenntnisse allerdings nicht möglich. Stattdessen bedarf es einer experimentellen Herangehensweise durch protypische Umsetzungen oder MVP-Tests mit Kunden. Wie funktionieren Augmented Reality Ansätze, Location Based Services oder Sprachsteuerung? Wie kann man diese für das eigene Ladengeschäft nutzen? Und bieten sie den Kunden überhaupt einen Mehrwert? Fragen wie diese sollten dabei in einem solchen Praxistest ergründet werden. Kleine Workshops zum Testen und Verstehen unterschiedlichster technischer Systeme und Anwendungen, sowie daraus ableitbare Szenario-Ideen bilden die Grundlage für den strategischen Prozess an dessen Ende das eigene Connected-Retail-Konzept steht.

The time is now

Die technische Entwicklung hat bereits einen Punkt erreicht, in dem sinnvolle Retail-Szenarien realisiert werden können, die keine Unterscheidung zwischen Ladengeschäft und Online-Aktivitäten mehr kennen. Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel Amazon Go. Was nun noch fehlt, sind konkrete Konzepte, wie man diese Technik und die verschiedenen Informationen, die sich im Laufe der Zeit über Produkte und Kundenpräferenzen an den verschiedenen Touchpoints angesammelt haben, vereint und im Sinne einer ganzheitlichen Strategie nutzt. Es ist höchste Zeit, auch die physischen Kontaktpunkte zum Kunden wieder aufzuwerten und zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Wer sich hierzu noch keine Gedanken gemacht hat, sollte schnellstmöglich damit beginnen.

Dieser Artikel wurde auch auf lead-digital.de veröffentlicht.

Amazon stattet uns mit dem Dash Button als einziges Unternehmen mit einem funktionierenden, in den Alltag integrierten Produkt aus, das die Ideen des Pervasive Computing und des Internet of Things widerspiegelt. Und dennoch wird der drahtlose Bestellknopf, der vielen Menschen das Leben erleichtern soll, nicht mit Euphorie begrüßt, sondern mit überraschend viel Skepsis. Woher kommt diese Ablehnung?

Zweifelsohne: Der Dash Button ist ein First-Mover-Produkt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er – zumindest bei uns in Deutschland und zum jetzigen Zeitpunkt – von Vielen als „überflüssiger Quatsch“ bewertet wird. Hinzu kommt, dass Datenschützer vor dem Missbrauch der neuen Fähigkeiten und Verbraucherschützer vor Preis-Intransparenz bei der Bestellung warnen. Usability-Experten werfen die Frage auf, wie viele Dash Buttons im Haushalt wohl sinnvoll sind – und zugegeben: Wir selbst fragen uns doch auch, welchen tatsächlichen Nutzen der Bestellknopf für uns hat.

Kein guter Start – obwohl Amazon mit Sicherheit klar ist, dass der Button zum jetzigen Zeitpunkt kein Mainstream ist und nicht jeden Kunden anspricht. Doch auch in der Welt des Connected Commerce gilt weiterhin der Long-Tail-Effekt: Die Zielgruppe des Dash Buttons ist relativ betrachtet zwar (noch) klein, aber in ihrer absoluten Zahl groß genug, um ihn für Amazon zu einem erfolgreichen Modell zu machen. Und auch in der Umfrage des Stern befürworten denn auch zehn Prozent der Befragten den Dash Button deutlich und sagen: „Super, ich hasse Einkaufen im Supermarkt!“

Wäre B2B besser statt B2C gewesen?

Vielleicht wäre der Start des Dash Button aber auch viel besser im B2B-Sektor des E-Commerce gelungen? Stellen Sie sich einen Produktionsbetrieb vor: Im Bereich der Serienfertigung sind synchronisierte Supply-Chains, sowie Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Prozesse bereits Realität. Abrufimpulse zwischen Herstellern und Lieferanten synchronisieren hier die Bestell- und Produktströme. Doch es gibt noch Vieles, das dort manuell abläuft – außerhalb der streng durchgetakteten Serienfertigung gibt es genug Produktionsstätten, die keine Großserien fertigen. Dort wird mit Maschinen und Werkzeugen gearbeitet, die in unregelmäßigen Abständen gewartet werden müssen. Auch das Wechseln oder Nachfüllen von Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt je nach Bedarf. In diesem Szenario könnte der Amazon Dash Button die innerbetriebliche Logistik optimieren. Angebracht an den jeweiligen Maschinen könnte er für unterschiedliche Materialien oder sogar Wartungsservices eingesetzt werden. Getätigte Bestellungen gehen an das eigene Lager oder via Anfrage an den Wartungs- und Instandhaltungsdienstleister. Der Buttons könnte innerbetriebliche Prozesse anstoßen und Kosten gleich den richtigen Kostenträgern zuordnen. Ausgestattet mit NFC- und einem Identifizierungscode ließe sich sogar der jeweilige Besteller zuordnen und damit sicherstellen, dass nur autorisierte Personen Materialbestellungen oder Service-Anfragen aufgeben.

Wenn wir uns von der Fertigungsbranche entfernen und an den Büroalltag denken, findet der Button auch hier einen sehr sinnvollen Platz: Ein Mitarbeiter, der die letzten Bleistifte oder Notizbücher aus dem Materiallager nimmt, könnte durch den Druck des Buttons am Regal direkt die Nachbestellung für diese Produkte auslösen. Getätigte Bestellungen könnten, wenn gewünscht, in einer wöchentlichen oder monatlichen Lieferung zusammengefasst werden und die Zustellung erfolgt zum gegebenen Zeitpunkt automatisch. Und es gibt sicher noch viele solcher Szenarien, in denen der Dash Button eine wirkliche Erleichterung darstellen könnte – auch ohne Sicherheitsbedenken.

Der Dash Button ist ein spannender erster Evolutionsschritt – aber ich bin davon überzeugt, dass er in seiner jetzigen Form die kommenden zwei Jahre nicht überstehen wird. Das war aber vielleicht auch gar nicht seine Aufgabe. Er ist eine neue Generation von Devices, die sich in den nächsten Jahren stark weiterentwickeln und neue Anwendungsfelder finden werden. Der Dash Button ist ein weiterer Schritt der Integration des Connected Commerce in den Alltag, um diesen zu verbessern und zu vereinfachen.

Vielleicht findet er ja eine wundervolle Heimat im B2B-Commerce?

Auch erschienen auf internetworld.de

Es könnte wirklich spektakulärer aussehen, dieses kleine Ding, das den FMCG-Markt revolutionieren soll. Stattdessen kommt der Dash Button eher unscheinbar daher: klein, leicht – optisch alles andere als aufregend. Als er am 1. April vorgestellt wurde, waren sich viele nicht sicher, ob es sich dabei um einen Aprilscherz handelt. Tatsächlich meint es Jeff Bezos aber sehr ernst.

Warum der deutsche Einzelhandel nun schleunigst aus seinem digitalen Winterschlaf erwachen sollte, wenn er Amazon nicht kampflos das Feld überlassen will, schreibt Thorben Fasching in seinem Kommentar für INTERNET WORLD Business.