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„Wow!“, dachten wir als erstes, als wir die Nachricht bekommen haben, dass wir bei der Auszeichnung der BRIGITTE Academy als einer der besten Arbeitgeber für Frauen dabei sind. Wir haben zum ersten Mal bei dieser seit 2018 von der BRIGITTE und Territory Embrace durchgeführten Abfrage mitgemacht und haben uns riesig gefreut.

In unterschiedlichen Kategorien hatten wir neben 280 anderen Unternehmen Auskunft über unsere Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Arbeitsleben gegeben. Alle Details gibt es bei der BRIGITTE zum Nachlesen. Für uns war es nun spannend rein zu hören und die Kolleginnen zu fragen, was ganz konkret die Mediascale für sie zu einem guten Arbeitgeber macht.

Maria Möstl, Director Client Consulting & Relationship

Maria zum Beispiel schätzt unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger als Rolemodel:

„Was die Mediascale in meinen Augen attraktiv für Frauen bzw. insbesondre auch für Mütter macht, ist der Fakt, dass eine unserer Geschäftsführerinnen selbst (Frau und) Mutter ist. Dadurch hab ich das Gefühl, dass die Belange und Herausforderungen, die es gerade für Mütter hinsichtlich Job, Vereinbarkeiten etc. gibt, nicht nur gehört und gesehen, sondern tatschlich auch VERSTANDEN werden. Sie weiß selbst, was für ein Spagat das manchmal organisatorisch, aber auch emotional sein kann, und kann deswegen gut verstehen, in welcher Situation sich ihre Mitarbeiterinnen manchmal befinden. Und man hat als Frau bei ihr nie das Gefühl, dass man weniger wert ist als Arbeitnehmerin oder, dass es einem negativ ausgelegt werden könnte, wenn man schwanger wird.“

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Karina Regner, Media Planner & Consultant

Karina hebt besonders die Gleichbehandlung hervor:

„Für mich ist die Mediascale ein besonders attraktiver Arbeitgeber, weil es meine Leistung ist, die zählt und mein Geschlecht dabei überhaupt keine Rolle spielt. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass auf meine Bedürfnisse eingegangen & mir zugehört wird und dass ich meine Ideen jederzeit einbringen kann. Und natürlich haben wir auch einige Kolleginnen, die vormachen, wie man Beruf und Kinder/Familie miteinander vereinbaren kann. Ich finde es schön zu sehen, dass einem auch für die Zukunft alle Möglichkeiten offen gelassen werden und die Mediascale sich bemüht, eine individuell optimale Lösung für jeden zu finden.“

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Agnes Ley, Projektkoordinatorin nachhaltige Media

Agnes war überrascht von der Flexibilität, die es bei Mediascale gibt:

„In Elternkreisen gibt es den Begriff „2under2“ – also zwei Kinder unter zwei Jahren und er meint eine besondere Herausforderung. Ich habe nach Kind 1 Zwillinge bekommen und hatte damit „3under4“ – und im Kopf den Satz „das war´s dann wohl mit Arbeiten“. Bis das Angebot kam, dass ich auch mit nur 10 Stunden / Woche erst mal wieder rein starten kann. Für mich eine riesen Chance, um nicht den Anschluss zu verlieren und dennoch genügend Zeit für die Herausforderungen in der Familie zu haben.“

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Aber: Wir sehen, dass auch noch ein Weg vor uns liegt, denn ein guter Arbeitgeber für Frauen zu sein, bedeutet, flexibel zu bleiben und nach neuen Wegen zu suchen. Dabei immer wieder den Kolleginnen zuzuhören und Möglichkeiten zu finden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

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Martina Staudinger, Managing Director

Geschäftsführerin Martina Staudinger hat sich besonders über die Auszeichnung gefreut, findet aber wichtig, neben den Frauen allen Mitarbeitenden ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

„Das können Väter sein, die die Gelegenheit bekommen, ihre Elternzeit zu nutzen sowie Mitarbeitende, die kranke Angehörige pflegen wollen oder eine ganz andere persönliche Herausforderung zu meistern haben. Mir ist es besonders wichtig, dass wir bei der Mediascale Mensch sein dürfen und Verständnis und Fürsorge füreinander entwickeln. Das ist für mich gelebte Diversität.“

Sandra Loibl, Executive Creative Director bei Serviceplan Campaign in München, spricht in ihrem Beitrag über ihre Jurorentätigkeit in der Dubai Lynx-Jury in den Kategorien Promo & Activation, Outdoor, Interactive und Mobile und gibt interessante Einblicke in die Kreation sowie über den Wandel des Frauenbildes im Nahen Osten.

Wer bisher im mittleren Osten unterwegs war, hatte bei den Schlagworten „Frauen“ und „Kamele“ direkt eine unverrückbare Vorstellung im Kopf. Sie jetzt auch, oder?

Wer heute Dubai & Co. besucht, kann sich diese altertümliche Vorstellung mal eben abschminken. Ganz genau: abschminken. Denn das Frauenbild befindet sich hier in einem kompletten Wandel – und das ist auch gut so.

Mit Kamelen ist es nicht anders. Die stehen – wenn auch etwas zufällig – für den kreativen Wandel. Als Jurymitglied konnte ich die „Camelpower“-Idee von Nissan gar nicht übersehen. Großartig. Um es vornweg zu sagen: Camelpower wurde zur Creativepower des Mittleren Ostens. Nissan hat mal eben eine neue Maß- oder besser Leistungseinheit für Offroader entwickelt. Keine altmodischen Pferdestärken, sondern K-A-M-E-L-S-T-Ä-R-K-E-N. Wem nützen auch Pferde in der Wüste? Nissan hat zusammen mit National Geographic höchst wissenschaftlich die „Camelpower-measure-unit“ entwickelt. Eine Idee, die nur hier entstehen konnte, aber so klar und simpel ist, dass man sie auf der ganzen Welt versteht.

Selbst ich als Frau, die wie alle Frauen von Autos keine Ahnung hat, versteh das! Hatten wir nicht gesagt, wir hören auf mit den Vorurteilen? Der mittlere Osten macht es nämlich vor. Bei Dubai Lynx gab es eine Menge brillanter Ideen zum Empowerment von Frauen in dieser Region. Und wieder muss ich hier Nissan erwähnen. #shedrives ist eine wunderbare Idee, die sich dem Thema „Frauen dürfen endlich Autofahren“ widmet. Emotional, relevant und wirklich gut gemacht. „Bridal uniform“ hat sich dem furchtbaren Thema der Zwangsheirat von minderjährigen Mädchen im Libanon gewidmet – mit einer Fashionshow. Ein Supermarkt hat sogar sein ursprünglich männliches Branding in ein weibliches geändert. Hut ab vor diesen Ideen, Männer. Und Frauen.

To make a long story short: Die Kreation aus dieser Region steht extrem glaubwürdig und stark für Gender Equality ein. Und zwar nicht nur NGO’s sondern richtige Brands. Ich finde das wirklich toll und mind changing. Sogar Coca Cola feiert mit einer brillant gecrafteten Anzeige die Tatsache, dass Frauen an Konzerten teilnehmen dürfen. Und zwar mit ihrem ureigenen Markenclaim „Taste the feeling“. Fühlt sich fantastisch an!

Danke Dubai. Danke mittlerer Osten. Für Ideen, die wirklich etwas verändern können. Und für eine ganz tolle Jury mit begnadeten Kreativen aus aller Welt, die sich austauschen, diskutieren, überzeugen und sich überzeugen lassen. Mir macht es riesigen Spaß hier an einem kreativen Prozess teilzunehmen, der für auch auf für uns westliche Denker*innen ein Prozess des Aufbruchs ist.

Der Weltfrauentag ist gerade vorbei und die aktuelle BBC-Dokumentation zum Fall Nirbhaya offenbart konträre Weltanschauungen – vor diesem Hintergrund soll es heute um den Wandel des Frauenbildes in der Werbung in Indien gehen. Bei genauer Betrachtung der aktuellen Frauendarstellungen finden sich viele interessante Fälle: Die Marken heben oftmals nicht nur starke Frauen hervor, sondern stützen das gesamte Branding auf eine starke Frauenidentität. Ein Beispiel ist der aktuelle Airtel-Werbefilm „Boss“ – die Frau präsentiert sich darin unabhängig und mit einer absolut professionellen Einstellung.  Früher wurden ganz andere Situationen dargestellt. Die Schmuckmarke Tanishq zeigt sogar die zweite Ehe in einem sehr positiven Licht – mit der Wiederverheiratung als Kulisse für die moderne Hochzeitskollektion des Anbieters. Der Umbruch geht einher mit einer zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen; die Frauen sind unabhängig genug, um eigene Entscheidungen zu treffen. Noch in den 80er-Jahren waren Frauen in der Werbung allenfalls bei Hausarbeiten zu sehen; alternativ kamen sie als dekoratives Beiwerk zum Einsatz. Die Rolle der Frau hat sich in Indien im Laufe der Jahre verändert. Immer mehr Frauen sind erwerbstätig und treffen eigenständige Entscheidungen – ein deutlicher Gegensatz zur Position der Frau in der Gesellschaft. Was einst die aufopferungsvolle Hausfrau war, die alles für das Wohl ihrer Familie tat, ist jetzt die unbeschwerte glückliche Mutter, die mehrere Rollen ausfüllt. Zu ihren Stärken gehören jetzt mehr Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit.

Der neue Werbespot des Haushaltswarenherstellers Prestige zeigt das Bollywood-Traumpaar Aishwarya und Abhishek beim gemeinsamen Kochen. Das beste Frauenporträt kommt vom Beleuchtungs- und Elektrogeräteanbieter Havells mit der „Respect for women“-Anzeigenserie, die Respekt für Frauen einfordert.  Im Waschmittel-Werbespot von Nirma sind drei Frauen zu sehen, die einen im Graben feststeckenden Rettungswagen anschieben. Mit all diesen Darstellungen entsteht ein anderer Raum in der Werbung – die vom Althergebrachten abweichende Rolle der Frau entwickelt Dynamik. Was ganz wichtig ist: Das positive Frauenbild – mit realistischen Personen statt glamourösen Puppenfiguren – wird auch von der Gesellschaft begrüßt. In der jüngsten Werbekampagne „Love you ma“ des Malzmilchanbieters Horlicks füllen Mütter ihre traditionellen Rollen aus, unterstützen damit aber unablässig ihre unabhängigen Töchter in verschiedenen Berufszweigen, etwa als Polizistin oder erfolgreiche Sportlerin. Eine kleine Tochter unterstützt im Gegenzug ihre Mutter und nimmt sie an die Hand. Die schönen Bilder zeigen das neue Zeitalter der Frau in einem völlig neuen Licht.

Während die indische Frau einst als unterwürfige Hausfrau präsentiert wurde, ist sie jetzt selbstbewusst, unabhängig und entscheidungsfrei zu sehen. Die Werbung ist nicht mehr von stereotypen Rollenbildern geprägt. In den letzten Jahren ist ein anderes Lebensmodell in den Vordergrund gerückt, das mit der alten Tradition von Frauen im Hintergrund oder als Blickfang bricht. Große Marken leisten dabei einen Beitrag, doch auch kleinere Marken spielen hier eine wichtige Rolle – so stellt etwa Fiberfitness das schönste Geschenk eines Sohns an seine Mutter und seinen Vater dar: die Fitnessstudiomitgliedschaft für lebenslange Gesundheit. Einmal mehr ist die Mutter hier die wichtigste Figur. Obwohl Frauen beispielsweise 30 Prozent des Personals in der Softwarebranche stellen, zeigen einige Markenartikler Frauen immer noch nur als Hausfrau oder hübsches Beiwerk. Bei einem großen Teil der Werbung hat sich die Rolle der Frau in den letzten Jahren jedoch verändert – das ist schon ein Aha-Erlebnis. Üblicherweise lässt sich die Darstellung von Frauen in drei Kategorien einteilen: traditionell, neutral und nichttraditionell. 

Das traditionelle Rollenbild: Mutter, Tochter, Hausfrau, schmückendes Beiwerk.

Das neutrale Rollenbild: sonstige Figuren.

Das nichttraditionelle Rollenbild: berufstätige Frau, Freundin, Vorgesetzte oder Kollegin.

Die nichttraditionellen Rollen sind auf dem Vormarsch – indische Frauen gehören längst nicht mehr nur in die Küche, sondern stehen als Protagonistinnen in zahlreichen Werbegeschichten führender Marken im Mittelpunkt.

 Referenz: Marketing White Book 2015

Für mich als Geschäftsführerin der Facit ist die Digital Life Design unter dem Vorsitz von Hubert Burda eines meiner persönlichen Jahres-Highlights. Die im letzten Jahr daraus hervorgegangene DLD Women, ins Leben gerufen von Maria Furtwängler und Steffi Czerny, bietet meines Erachtens eine hervorragende Ergänzung zum bestehenden Kongressprogramm. Hier wird nicht Perspektivenwechsel versprochen, sondern echtes „Perspektiven-Enrichment“ geliefert.

Das „Diversity means business“ stimmt und dass die Statistiken immer noch erschreckend sind, ist sicher nicht die große Neuigkeit. Der Charme und das Besondere der Konferenz lagen eindeutig eher bei den fachlichen und intellektuellen Themen und dem Setting – hier waren auch dieses Jahr wieder einzigartige Mehrwerte im Programm geboten.

Die Vorträge und Cases der erfolgreichen Powerfrauen waren größtenteils wirklich spannend. Besonders in Erinnerung sind mir die Präsentationen aus der IT- und Medienbranche zu Themen wie der Innovationsfähigkeit von Unternehmen (z.B. die Vorträge „ Innovation“ von Pia Erkinheimo, Head of Crowdsourcing Nokia, und von Julia Meise, Vice President Product Development Sky Deutschland, aber auch der Vortrag „Technology for Good“ von Gabriele Zedlmayer von HP) sowie Themen rund um Kommunikation und Konvergenz (z.B. im Panel „The 360° Consumer“) geblieben. Beeindruckt hat mich persönlich unsere Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, die zusammen mit ihren Kolleginnen aus Malaysia und Botswana zum Thema Leadership einen extrem überzeugenden Einblick in ihre Gedankenwelt gab. Weiterlesen