SXSW 2018

Serviceplan in Austin: Vier unserer Kollegen waren diese Woche auf der SXSW in Texas unterwegs. Hier schildern sie uns ihre Eindrücke und Highlights von der Tech-Konferenz.

Joana-Marie Stolz, Head of Cultural Strategy, Serviceplan

Transformation is not digital – it’s constant. Von Melinda Gates über Ray Kurzweil bis hin zu Esther Perel ging es dieses Jahr nicht mehr nur noch darum, wie Technologie die Welt verändert, sondern vielmehr wie wir gemeinsam Organisationen und Kulturen schaffen können, die zukünftig die Menschheit nachhaltig beeinflussen können. Mein absolutes Highlight dieses Jahr waren definitiv wieder die unprätentiös ehrlichen und inspirierenden Speaker, die tief aus dem Herzen einfach aussprechen, was sich viele nicht trauen: „Why is it so hard to do the right thing?“ Neue Rollenvorbilder als Innovatoren für nachhaltige Transformation, die reflektiert ihr Umfeld verändern, in dem sie zuerst bei sich selber anfangen, und dadurch mehr Raum für Wunder ermöglichen, mehr Vertrauen in den Arbeitsplatz schaffen und damit die Macht der Schwarmintelligenz und des persönlichen Mutes anfassbar, inspirierend und am allerwichtigsten aktiv nutzen.

Alexander Turtschan, Head of Media Insights & Innovation, Plan.Net

Das definitive Highlight für mich ist der Spirit, den die große Mehrheit der Speaker & Besucher hier lebt. Transformation ist der neue Normalzustand und anstatt zu zaudern sieht man die Chancen, die sich bieten. Neue Technologie, verändertes Konsumentenverhalten, schnellere Innovationszyklen – mit dem richtigen Mindset und der Offenheit die eigenen Unternehmen zu verändern lässt sich vieles bewältigen.

Bastian Wahl, Unitleiter Digital Media, Plan.Net

Die Eindrücke vom SXSW sind extrem vielfältig und für Außenstehende nur schwer in Worte zu fassen: die Ansammlung extrem innovativer und beeindruckender Menschen auf recht engem Raum war sehr beeindruckend. An jeder Ecke fand sich eine Vielzahl technischer Installationen oder ein Talk, bzw. Panel zu Themen, mit denen wir uns wahrscheinlich in 2-5 Jahren beruflich auseinandersetzen werden. Auch die Anzahl hochrangiger Unternehmen und die Darstellung ihrer innovativen Ansätze habe ich in puncto Anzahl und Innovationsbereitschaft der Aussteller zuvor noch nie erlebt. Von Google über Sony und HP bis hin zu Panasonic und Bose war alles vertreten, was Rang und Namen hat.

Besonders die Vorträge boten eine Qualität und eine gleichzeitige Vielfalt, die es fast unmöglich machten, nichts zu verpassen. Die Möglichkeit, in kurzer Zeit Vorträge von Elon Musk, erfahrenen NASA-Spezialisten, Musikern und Marketing-Experten zu verfolgen, sucht sicher seines gleichen.

Mein persönliches Highlight war die Greifbar- und Erlebbarkeit der Themen AR, AI und die Fähigkeiten digitaler Assistenten – und das auf einem noch nie gesehenen Niveau. Mit diesen Themen werde ich mich in der nahen Zukunft auseinandersetzen und versuchen, diese für unsere Kunden anzugehen.

Dominik Terruhn, Geschäftsführer und Partner, Plan.Net

Neben den rasanten Weiterentwicklungen, die auf der SXSW auch dieses Jahr wieder eindrucksvoll gezeigt und live erlebbar waren, und den bereits beschriebenen Eindrücken unseres Teams vor Ort – mein Highlight: Es gibt eine gute Nachricht: Die Menschheit hat eine Chance auch nach Eintreffen der KI Singularität, wenn künstliche Intelligenz den menschlichen Intellekt endgültig überholt hat. Dies passiert spätestens im Jahr 2029, wenn Ray Kurzweil – wie bei so vielen seiner Prophezeiungen – recht behält. Wir beobachten aktuell nur den noch sehr flach ansteigenden Teil dieser KI-Parabel, die nach Elon Musk bedrohlicher als Nuklearwaffen sind. Wir werden allerdings lernen, wie mit so vielen Technologien, sie uns produktiv zu Nutze machen zu können – und sollten uns nicht davor fürchten laut Kurzweil.

Agiles Arbeiten

„Sich schnell, flexibel und proaktiv auf Neues einstellen“ – über die Bedeutung von Agilität lässt sich nicht streiten. Über den Weg hin zu einer agilen Digitalagentur aber schon. Inmitten der Transformation von hmmh bleiben wir stehen und schauen zurück: Was sind die wertvollsten Erfahrungen aus dem bisherigen Change-Prozess mit über 300 Mitarbeitern und welche Fragen sollten sich Agenturen auf ihrem Weg in Richtung Agilität stellen?

Sich im Unternehmen selbst zu verwirklichen und seine Kompetenzen interdisziplinär und in spannenden Projekten zeigen zu können, wird heute von vielen Mitarbeitern – branchenunabhängig – erwartet. Fragen wie „Warum gehen wir morgens zur Arbeit?“ und „Was ist unsere Mission?“ wollen klar beantwortet werden. Die Ziele der Unternehmen sind auch klar definiert: schnell kreative Lösungen für die sich stetig verändernden Bedürfnisse der Kunden zu finden, schrittzuhalten und somit ihren Unternehmenserfolg und damit den eigenen Erfolg auszubauen. Um das zu erreichen und um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind eigenverantwortlichere Arbeitsweisen und eine agile Struktur notwendig. Neben dem Willen, etwas zu verändern, bedarf es vor allem einer internen Sensibilisierung für das Thema, um möglichst alle Mitarbeiter mitzunehmen. Und es bedarf einer Unternehmensstruktur mit möglichst wenigen Hierarchien. Das Ganze funktioniert jedoch nur innerhalb gesetzter Leitplanken für die gesamte Mannschaft, innerhalb derer genug Platz für Kreativität und Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen ist und gegenseitiges Vertrauen herrscht. Ist der Change und somit die grobe Fahrtrichtung entschieden, gilt es, die passende Strategie für die agile Transformation zu finden.

1. Welche ist die richtige Strategie für die Transformation?

Zuallererst: Es gibt nicht „die eine“ Strategie. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Bereitschaft des Teams entscheidet sich, ob die Kultur und Struktur nach und nach oder ob alles in einem kurzen Zeitraum verändert wird. Als Unternehmen mit unterschiedlichen Leistungsbereichen, nur zum Teil agilen Kunden sowie Mitarbeitern, die noch nicht vollständig überzeugt sind, empfiehlt es sich, eine kleine Gruppe von Promotoren zusammenzustellen. Als Repräsentanten verschiedener Unternehmensbereiche nehmen diese Anforderungen, Wünsche und Bedenken des gesamten Unternehmens auf, kümmern sich fortlaufend um die Rahmenbedingungen und begleiten den Prozess. Je unterschiedlicher die Meinungen, desto besser. Routinen werden aufgebrochen und anschließend gemeinsam neue Wege gefunden. Bei hmmh bedeutete das 2015, sich nach Interviews und Open Spaces sowie der Findung einer Strategy Task Force, bestehend aus gewählten Verantwortlichen aller Bereiche, die den Prozess begleiteten, von funktionalen Säulenstrukturen und Abteilungen zu trennen. Denn wie das Wort schon sagt – es kommt von “Ab-teilen“ – dem genauen Gegenteil des Vorhabens. In diesem Zuge hat hmmh agile Kundenteams geformt, um schneller und flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können.

2. Eigeninitiative wecken – wie geht das?

Ob Entwickler, Creative Conceptioner, Consultant, Grafiker, Texter, HR-Mitarbeiter oder das Management: Jede Person im Unternehmen hat unterschiedliche Aufgaben und Rollen, die unterschiedliche Skills erfordern. Werden alle Strukturen aufgebrochen und Verantwortlichkeiten neu verteilt, verlangt das ein großflächiges T-shaping im Unternehmen. Das bedeutet, beispielsweise als Entwickler, auch mal die Führung innerhalb von Kundenprojekten und internen Aufgaben zu übernehmen: Entweder als Mitglied einer zweitweise für eine bestimmte Fragestellung gegründeten SIG (Special Interest Group) oder einer COP (Community of Practice), die sich unternehmensübergreifend mit Fachthemen beschäftigt. Allem Voran gilt es, alle auf den neuen Spirit einzustimmen, um die positiven Aspekte von eigenverantwortlicherem Arbeiten herauszustellen. Transparenz und das Miteinbeziehen eines jeden Mitarbeiters ist hier der wesentliche Punkt, um die nötige Akzeptanz zu erlangen. Dazu gehört auch darüber aufzuklären, welche neuen Möglichkeiten und Pflichten so ein Wechsel mit sich bringt. Das Management muss mit gutem Beispiel vorangehen, Verantwortung abgeben und seiner Mannschaft Vertrauen schenken sowie Raum geben. Allerdings gilt auch: Das Management hat diesen Prozess bestenfalls zu initiieren, ihn mindestens aber positiv zu begleiten und manchmal auch voranzutreiben. Der Mut zur Veränderung dient als Vorbild und steckt an. Hauptträger und Garant für eine erfolgreiche Transformation ist ein Team, welches das Ziel kennt.

3. Passen die internen Systeme noch zur Struktur?

Während sich die Art der Organisation, das Denken und die Arbeitsweise ändert, gilt es, auch die internen Systeme auf die Tauglichkeit zu überprüfen. Wie beweglich sind Tools und Programme, die fester Bestandteil der täglichen Arbeit sind? Sei es zum internen oder externen Austausch, zur Stunden- oder Budgetplanung. Auch die eigenen Tools müssen zur Organisationsstruktur passen und agiles Arbeiten ermöglichen. Egal ob Confluence, Rocket Chat oder Bit Bucket – die Entscheidung für oder gegen ein Tool sollte nach Einbeziehen der internen Experten und dem Abgleichen aller wichtigen Anforderungen getroffen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch die Kompatibilität mit den Kunden wichtig ist. Tools dürfen variieren, der Fokus jedoch nicht: Es muss immer gewährleistet werden, dem Kunden die beste Lösung, die beste Dienstleistung oder auch beides anzubieten. Somit ist innerhalb der agilen Arbeitsweise ein transparenter Umgang mit Software, Tools und Systemen notwendig. Auch interne Arbeitsweisen können und müssen angepasst werden: Ob nun Open Spaces, Lean Coffees oder Kanban Boards – auch für das Management – es kommt bei der Implementierung darauf an, dass sie in die Struktur passen.

4. Womit lassen sich weniger agil arbeitende Kunden überzeugen?

Aktuell arbeiten Digitalagenturen meist deutlich agiler als ihre Kunden. Das stellt sie in der Zusammenarbeit vor eine große Herausforderung, da starre Strukturen und Routinen oft fest in der Arbeitsweise der Kunden verankert sind. Solche Kunden wollen Sicherheit und eine perfekte Lösung zu einem festen Preis. Im Umgang mit weniger agil arbeitenden Kunden ist es wichtig, ihnen klarzumachen, dass sie nicht nur ein maßgeschneidertes Ergebnis, sondern darüber hinaus eine maßgeschneiderte Dienstleistung erhalten, die sich all ihren Anforderungen anpasst, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, ohne am Ende Abstriche machen zu müssen. Im Idealfall bewegt sich der Preis in einem Zielkorridor. Transparente Prozesse, eine manchmal günstigere, aber vor allem bessere Lösung sowie eine messbar höhere Produktivität und Freude an der Arbeit sorgen oft für ein Umdenken beim Kunden. Agilität steckt an.

5. Wann ist der agile Prozess abgeschlossen?

Sind Strategie und Rollen gefunden, erste agile Projekte erfolgreich abgeschlossen und werden neue agile Projekte kontinuierlich gewonnen, so steigt auch die Akzeptanz derer, die bisher nicht von dem Modell überzeugt waren. Mitarbeiter, die in dem neuen Umfeld dauerhaft unglücklich sind, werden gehen, dafür aber Platz für neue machen. Das ist normal. Es gilt zu reflektieren, zu überprüfen und zu justieren und zwar als fester Bestandteil der täglichen Arbeit – intern sowie extern. Dieser Weg ist ein dauerhafter Prozess, der niemals abgeschlossen sein wird. Zum Glück, denn Stillstand ist langweilig.

Fazit

Agiles Arbeiten ist nicht nur eine Arbeitsweise, die ein Unternehmen effizienter und flexibler macht, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Agilität ist eine Unternehmensphilosophie. Sie setzt eine klare und transparente Kommunikation voraus, sowohl mit Kollegen als auch mit Kunden. Sie erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative, gegenseitigem Vertrauen und Raum zur Weiterentwicklung. Ein komplexer Prozess, der nicht nur gut initiiert, sondern kontinuierlich gefördert, reflektiert und justiert werden muss. Entscheidend ist, die für das jeweilige Unternehmen passende Strategie zu finden, Mitarbeitern Raum zur Eigenverantwortung zu geben, interne Prozesse und Rollen anzupassen sowie Kunden für die Arbeitsweise zu begeistern. Nur dann kann das gesamte Unternehmen flexibel auf neue Herausforderungen reagieren. Ohne einen Kulturwandel wird es keinen Weg in ein agiles Unternehmen geben. Denn bereits früher wusste man: „Structure follows strategy but culture eats strategy for breakfast“.

Wie beweglich ein Unternehmen tatsächlich ist, entscheidet nicht das Management, sondern jedes Teammitglied. Agilität ist kein Selbstzweck und auch kein Allheilmittel, aber heute und vor allem in Zukunft notwendig, um in disruptiven Zeiten erfolgreich am Markt zu agieren.

Space Rocket

Manche Kollegen, gerade aus der Digitalbranche, glauben nicht mehr an die Marke. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass Marken gerade im digitalen Zeitalter genau das bieten, was wir in einer multioptionalen, informationsüberfluteten Welt brauchen: Orientierung. Marken bündeln eine große Menge an Informationen in einem (hoffentlich) relevanten Versprechen. Doch natürlich müssen sich Marken, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, an die sich transformierende Gesellschaft anpassen. Wer die folgenden fünf Thesen für die Markenführung der Zukunft beherzigt, hat gute Chancen, dies zu erreichen.

1. Zukunftsfähige Marken definieren sich dreidimensional

Was ist eine Marke? Ein Logo, ein Slogan, ein Leistungsversprechen? Das Erscheinungsbild und eine möglichst differenzierte Positionierung sind nur zwei Dimensionen, die das Markenimage bzw. die Wahrnehmung der Verbraucher prägen. Im digitalen Zeitalter muss sich jede Marke vor allem auch in der direkten Interaktion mit Menschen beweisen. Um dabei eine stimmige und selbstähnliche Markenerfahrung zu bieten, muss die Marke Verhaltensregeln aufstellen, wie sie sich in der Interaktion verhält, definieren mit welcher Haltung sie Menschen begegnet und über welche Themen sie spricht.

2. Zukunftsfähige Marken bieten einen echten Nutzen

Die Zeiten, in denen Markenkommunikation daraus bestand, möglichst laut zu erzählen, warum das eigene Produkt so toll ist und warum man es kaufen sollte, sind vorbei. Um langfristig wahrgenommen zu werden, müssen Marken heutzutage nicht nur um die Aufmerksamkeit der Menschen buhlen, sondern darüber hinaus Inhalte anbieten, die in den Augen der Verbraucher einen spürbaren und relevanten Nutzen bieten. Je nach Kontext und Zielgruppe kann es sich dabei zum Beispiel um personalisierte Angebote, Unterhaltung, monetäre Vorteile oder exklusive Informationen handeln. Um erfolgsversprechende Inhalte entwickeln zu können, gilt es die Kunden und deren Bedürfnisse nicht nur an den Anfang, sondern in den Mittelpunkt des eigenen Denkens und Handelns zu stellen.

3. Zukunftsfähige Marken sind benutzerfreundlich

Wir sind durch unsere digitalen Devices gewohnt, alles, was wir brauchen, einfach zugänglich und schnell zu bekommen. Usability steht als Überbegriff für die erlebte Benutzerfreundlichkeit. Hier geht es also nicht vordergründig um den Inhalt. Von der Website über die Hotline bis zum Service vor Ort – jeder Touch Point mit der Marke sollte intuitiv verständlich, einfach zu bedienen und ohne Missverständnisse umzusetzen sein.

4. Zukunftsfähige Marken kommunizieren persönlich und personalisiert

Die Menschen in einer digitalisierten Welt erwarten von Marken persönliche Kommunikation und personalisierte Inhalte und Angebote. Wenn diese auf die individuellen Bedürfnisse angepasst sind, belohnen die Nutzer es mit überdurchschnittlichen Reaktions-, Kauf- und Loyalitätsraten. Allerdings ist es entscheidend, das richtige Maß an Personalisierung zu finden: Nicht alles was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Denn aus der Begeisterung über den Newsletter mit genau den richtigen Angeboten kann schnell ein erschrockenes „Woher wissen die das?“ werden.

5. Zukunftsfähige Marken bieten eine stimmige und kohärente Customer Experience

Menschen sammeln heute Erfahrungen mit Marken an vielen, ganz unterschiedlichen Kontaktpunkten: Im stationären Geschäft, online auf der Website sowie in den sozialen Medien und über Werbung. Im besten Fall ergibt diese sogenannte Customer Experience über die verschiedenen Kontaktpunkte hinweg ein stimmiges und kohärentes Gesamtbild. Deshalb mein Tipp: Stellen Sie eine relevante Customer Experience an den Anfang und ins Zentrum der Transformation im Marketingbereich. Damit schaffen Sie eine gute Grundlage – einerseits für den größtmöglichen Erfolg heute, andererseits für die Zukunftsfähigkeit Ihrer Marke morgen.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Best Brands Sonderausgabe der WirtschaftsWoche. 

SEO News

Nachdem uns die Eiseskälte im Februar fest im Griff hatte, starten wir jetzt durch in den SEO-Frühling. Passend dazu lauten die heißen Themen des Monats März: AMP, Backlinks und Bing.

1) Google befreit „Stories“ aus App-Gefangenschaft

Das populäre Informations- und Unterhaltungsformat der „Stories“ bricht auf zu neuen Ufern. Ursprünglich von Snapchat erfunden nach seinem großen Erfolg schnell von Facebook und Instagram adaptiert, fristete die handliche Multimedia-Galerie ihr Dasein in den geschlossenen Systemen von Smartphone-Apps und Social Media-Welten. Nun aber will Google die Stories aus ihrer Isolation befreien. Zu diesem Zweck hat die Suchmaschine ein Stories-Format für das abgespeckte HTML-Protokoll „Accelerated Mobile Pages“ (AMP) entwickelt und auf der diesjährigen AMP-Konferenz in Amsterdam vorgestellt. Ziel ist es, die erzählerischen Möglichkeiten der Stories mit den technologischen Vorteilen von AMP, wie den schnellen Ladezeiten und der optimalen Darstellung auf allen Plattformen und Geräten, zu verbinden. Das neue Format unterstützt Videos, Bilder, GIF-Animationen und Links. In einem ersten Showcase zeigten Publisher wie CNN, Hearst und Mashable drei Anwendungsbeispiele für Stories im „offenen“ Internet. Da schnelle Ladezeiten und plattformunabhängige User Experience zwei wichtige Rankingfaktoren für Suchmaschinen sind, lohnt es für News-Publisher und Content-Produzenten, einen genauen Blick auf die Möglichkeiten der AMP-Stories zu werfen. Darüber hinaus hat sich bereits in der Vergangenheit öfters gezeigt, dass die Suchmaschine aus Mountain View die von ihr präferierten Technologien zumindest zeitweise in ihren Suchergebnissen privilegiert behandelt. So geschehen beispielsweise mit dem Markup für strukturierte Daten. Ob sich durch die Einführung der Stories auch die Verbreitung der AMP-Technologie schneller durchsetzen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Denn den Vorteilen stehen bislang auch Einschränkungen im Feature-Set und der Implementation von Tracking gegenüber.

2) Von wegen oldschool: SEO-Erfolg mit Backlinks

Eine Website auf ein Plus an organischer Reichweite in der passenden Zielgruppe zu optimieren ist ein komplexes Unterfangen. Die Explosion von Rankingfaktoren und –signalen über immer neue Plattformen hinweg sowie die Ausdehnung der Suchfunktion auf neue Interfaces wie Sprache und Bild hat dazu geführt, dass man als SEO-Manager bei der Konzeption eines Projektes die Qual der Wahl des richtigen Ansatzes hat. Zeit also, sich an die Ursprünge unseres Gewerks zu erinnern und eine ordentliche Backlinkkampagne in den Blick zu nehmen. Der US-Kolumnist Andrew Dennis zeigt in einem Beitrag für den Search Blog „Searchengineland“, dass man mit dem Einsatz von Brand Mentions und kluger Wettbewerbsanalyse eine substantielle Reichweiten-Starthilfe sogar für brandneue Domains geben kann. In seinem Beispiel beschreibt Dennis eine Offline-Marke mit relativ kleinem Footprint im digitalen Marketing, welche allerdings in ihrer Nischenbranche eine hohe Aufmerksamkeit für Nachrichten und Blogs erreichen kann. Diese Ausgangslage treffe auf viele Firmen aus den Branchen IT-Sicherheit, MINT-Bildung, Payment, Fitness oder Hotellerie zu, insbesondere Startups, so Dennis. In einem ersten Schritt wurden gezielt sogenannte Brand Mentions generiert, also unverlinkte, Erwähnungen der Marke auf Drittseiten in möglichst positiven Kontext. Durch die Einbindung der richtigen Verantwortlichen konnten viele Brand Mentions über die PR- und Personalabteilung, sowie Branchenverbände, Presseinterviews und Charity-Engagement erlangt werden. In einem zweiten Schritt wurde das Backlinkprofil der erfolgreichsten Wettbewerber analysiert, deren wichtigste Linkquellen automatisch auch für das zu optimierende Unternehmen relevant waren. Ohne größeren Aufwand habe man zahlreiche Portale und Verzeichnisse identifizieren können, auf denen man auch ohne teuren Content einen Backlink habe gewinnen können, so der Autor. Der Aufwand von Linkanalyse und Brand Mentions-Aufbau habe über einen Zeitraum von sechs Monaten insgesamt 64 neue Links und einen Anstieg des organischen Traffics um 43 Prozent zur Folge gehabt. Dieses Beispiel ist an sich nichts Außergewöhnliches, verdeutlicht aber, wie man in unserer trendgetriebenen SEO-Welt mit klassischer Analyse und gesundem Menschenverstand relativ einfach überzeugende Resultate erzielen kann.

3) Bing achtet jetzt auf Ausgewogenheit

Die Menschheit hat sich bereits so sehr an die Nutzung von Suchmaschinen als Helfer für fast alle Aspekte des Lebens gewöhnt, dass es an der Zeit ist, die Perspektive der Maschine (in diesem Falle der Suchmaschine) kritisch zu hinterfragen. Nachdem Amazon angekündigt hat, seiner Sprachassistentin Alexa eine eigene Meinung zu spendieren (wir berichteten) hat Microsoft seiner Suchmaschine Bing nun ein neues Feature hinzugefügt: Die Multi-Perspektiven Antwort. Was zunächst einmal sehr akademisch klingt, macht bei genauer Betrachtung durchaus Sinn. Auf die Frage, ob beispielsweise eine Sitzung Hot Yoga gut für den Körper sei, gibt es wie so oft widersprüchliche Sichtweisen. Sowohl die Pro- also auch die Kontrapositionen werden nun von Bing in einem übersichtlichen Kasten innerhalb der Suchergebnisseite aufgelistet und gegenübergestellt, ähnlich der Featured Snippet Box bei Google. Hinter der Auswahl der Perspektiven steht laut Microsoft ein selbstlernendes, neuronales Netzwerk, welches seriöse Inhalte von vertrauenswürdigen, hochwertigen Seiten verwendet. Eine weitere Voraussetzung für einen Platz in der Antwortbox ist nach Angaben des Unternehmens die Indexierbarkeit der Inhalte auf ihrer Originalseite, wo dieser prominent und ablenkungsfrei zugänglich sein müsse. Erste Beispiele der Multi-Perspektiven Antwort sind in den USA hauptsächlich bei Themen aus dem Bereich Gesundheit und Ernährung sichtbar. Microsoft kündigte jedoch an, das Feature zunächst in Großbritannien und dann in weiteren Märkten auszurollen und in diesem Zuge auch auf weitere Themenbereich auszudehnen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Internet World Business.

Von außen betrachtet ist die SXSW ein ziemlich schlechter Deal. Man verbringt 12 Stunden im Flugzeug, um anschließend mit 30.000 anderen Verrückten eine Woche durch die Innenstadt von Austin zu hetzen, mit dem Ziel in überklimatisierten 80-Jahre-Style-Konferenzräumen Vorträgen und Panels zu lauschen. Inspiration klingt irgendwie anders. Für mich gehört die Konferenz trotzdem zu den absoluten Highlights des Jahres, denn eine höhere Konzentration an herausragenden Speakern zu den aktuellen Trends der digitalen Welt ist anderswo kaum zu finden. Auf welche Themen und Vorträge ich mich besonders freue, lest ihr im Folgenden.

Die Digitalisierung ist in der Gesellschaft angekommen

Schon in den letzten Jahren hat sich abgezeichnet, dass die Zeiten vorbei sind, zu denen man mit der nächsten Hype-Plattform oder App garantierte Aufmerksamkeit im Markt hatte. Längst drehen sich die Fragestellungen nicht mehr um digitale Dienstleistungen oder das Marketing dahinter, denn die Digitalisierung erfasst derzeit alle Lebensbereiche. Die Auswirkungen dieses Prozesses auf Gesellschaft, Arbeitsleben, Gesundheit und Stadtentwicklung werden, wie schon 2017, die dominierenden Themen der Konferenz sein. Ebenso die Frage nach den konkreten Lösungen, die neue Technologien in der Produktentwicklung und im Kreativprozess spielen.

Die Evergreens: VR, AR & AI

Gerade in der Kreativwirtschaft ist Virtual Reality weiterhin ein großes Thema. Während die Suche nach sinnvollen Einsatzszenarien außerhalb der Nische weitergeht, schickt sich Augmented Reality an, den Durchbruch zum massentauglichen Tool für modernes Storytelling zu schaffen.
Deutlich etablierter ist dagegen das Thema AI: Daten als DNA der modernen Welt und immer bessere Algorithmen versprechen Automatisierungen und Effizienzsteigerung in vielen Bereichen. Aber was davon hält wirklich Einzug in das Leben der Konsumenten? Amazon Echo & Google Home sind in Millionen Haushalten vorhanden, fristen aktuell aber ein trauriges Dasein als glorifizierte Lichtschalter und Bluetooth Speaker für Spotify. Wie sehen im Vergleich dazu die wirklich intelligenten Assistenten der Zukunft aus? Und wie setzen verschiedenste Branchen-Pioniere AI heute schon zur Kommunikation, Datenanalyse oder Produktentwicklung ein?

Blockchain-Selbstbewusstsein

Dieses Jahr als Thema auf Tech-Konferenzen wohl unausweichlich: die Blockchain. Das Vorzeigeprojekt Bitcoin hat sich vom demokratischen, grenzenlosen Zahlungssystem zu einer Investmentblase für risikofreudige Anleger entwickelt. Aber in der Technologie dahinter steckt unheimliches Potential. Wie werden Smart Contracts & transaktionsbasierte Systeme unser Wirtschaftsleben, Geschäftsprozesse und letztlich auch das Marketing verändern? Ethereum Miterfinder Joseph Lubin hat seinen Vortrag „Why Ethereum Is Going To Change The World“ genannt und auch den anderen Akteuren im Blockchain-Business fehlt es nicht an Selbstbewusstsein. Man darf gespannt sein.

Gaming & eSports

Selbstbewusst nehmen auch die Vertreter der Gaming & eSports Welt einen immer prominenteren Platz bei SXSW ein. Von Außenstehenden oft belächelt, hat sich Gaming inzwischen zu einer dominierenden Kraft der Unterhaltungsindustrie entwickelt. Die Professionalisierung der eSports Szene hat 2017 mit Millionen-Invests in Turniere und Teams neue Höhepunkte erreicht. Wer also in der zweiten Konferenzwoche noch vor Ort ist, sollte bei den Vorträgen der SXSW Gaming vorbeischauen. Wie die ROI Erwartungen der Branche aussehen und welche Möglichkeiten sich dort gerade im Marketing eröffnen, könnte interessant werden.

Problemkinder Start-ups & Disrupting Dystopia

Im Gegensatz dazu kriselt es in der Startup-Szene des Silicon Valley ein wenig. Bei den Elevator Pitches im letzten Jahr war jeder zweite Kommentar gefühlt „Nette Idee, aber was macht ihr, wenn Zuckerberg euch in drei Monaten kopiert?“. Die erdrückende Marktposition der Big 4 hat die Bereitschaft der Investoren für Anschubfinanzierungen für neue Startups merklich abgekühlt. Wie können Startups weiterhin Kapital für die Umsetzung ihrer Ideen beschaffen und in einer von Facebook, Google, Amazon & Apple dominierten Welt wachsen?
Wenige Monate nach der Trumpocalypse war die Grundstimmung 2017 etwas bedrückt, man ein für die Branche eher untypisches Level an Selbstreflexion. Haben wir in unserer Begeisterung für die Digitalisierung aller Lebensbereiche die Risiken einer voll vernetzten und automatisierten Welt unterschätzt? Was wird von den leisen Selbstzweifeln 2018 noch übrig sein? Ein hervorragender Gradmesser dürfte die Abschluss-Keynote von SciFi Autor & SXSW Urgestein Bruce Sterling werden. Eine Stunde Rant gespickt mit subtilen Spitzen gegen die selbstverliebte Tech- und Marketingszene werden sicher wieder ein Highlight. Passender Titel 2018: Disrupting Dystopia.

Abseits der Vorträge

Neben den Vorträgen und Panels im Rahmen der Konferenz sind außerdem die Event Spaces der zahlreichen Marken und Unternehmen vor Ort ein Highlight. Aus deutscher Sicht spannend: Die Präsenz von Mercedes-Benz. Die gemeinsame Ausrichtung der me-Konferenz während der IAA hatte eine tiefergreifende Kooperation mit der SXSW schon angedeutet. Nun sind Mercedes und Smart als Super Sponsoren in Austin am Start und hosten im Palm Park, gleich neben dem Convention Center, eigene Vorträge und Events rund um den Themenkomplex Future Mobility.
Daneben dürften auch Besuche der Brand Locations der japanischen Elektronikgiganten Sony und Panasonic lohnen. Panasonic hatte 2017 zahlreiche, in Kooperation mit Studenten entwickelte Prototypen rund um das Thema Smart Home ausgestellt. Sony hingegen hat voll auf das Thema VR gesetzt.

Die Vielzahl an Vorträgen, Panel-Diskussionen, Pop-up Locations und die zahlreichen Events abseits des offiziellen Programms machen die Planung des SXSW Besuchs zur Herausforderung. Denkt man beim Flug nach Hause an die Tage in Austin zurück, reift oft die Erkenntnis, dass man die spannendsten Vorträge eher aus Zufall gesehen hat, die beste Brand Lounge eine war, an der man nur zufällig in einer Nebenstraße vorbeilief und man den interessantesten Menschen nur begegnet ist, weil sie neben einem in den ewigen Warteschlangen standen. Der Versuchung zu widerstehen, alles im Voraus zu planen, macht einen Besuch der SXSW aber umso interessanter.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei wuv.de.

Es ist ein Graus für Marketingmanager. Waren es früher klar umrissene Aktionsfelder, spült heute die digitale Wirtschaft immer neue Themen auf die Agenda, die es zu bewerten und ggf. in den eigenen Plan zu integrieren gilt. Das „Internet der Dinge“ oder neudeutsch „Internet of Things“ (kurz IoT) ist eines dieser neuen Felder. Bevor wir aber die IoT-Bedeutung für das Marketing unter die Lupe nehmen, schauen wir uns einmal an, wie sich der Markt entwickelt. Denn wie auch viele andere digitale Entwicklungen berührt IoT eine Vielzahl an Branchen und Prozessen, mitnichten ist es ein Thema rein für „Techies“ und Nerds.

Wenn der Kühlschrank plötzlich im Internet surft

Das Internet der Dinge hält unter dem Oberbegriff „Smart Home“ Einzug in unsere Haushalte, unterstützt uns in unserem Büroalltag, hilft Produktions- und Logistikprozesse zu optimieren (Industrie 4.0), kann die Mechanismen im Gesundheitswesen (Smart Health) verändern und hat Einfluss auf die Welt der Mobilitätsangebote (Smart Mobility). Kurz: es gibt keinen Bereich, in dem IoT keine Rolle spielt. Und dabei überschlagen sich die Entwicklungen. Ein Beispiel: konnte man vor zwei Jahren auf der größten Elektronikmesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas die ersten internetfähigen Kühlschränke sehen, gehörten sie auf der letzten IFA in Berlin schon zum festen Angebotsbestandteil bei fast jedem Hausgerätehersteller. Und in fünf Jahren werden wir Schwierigkeiten haben, überhaupt ein Gerät ohne Netzzugang und Display zu bekommen.

Dabei werden diese Entwicklungen aus zwei Richtungen getrieben. Die erste lautet „Was geht, wird auch gemacht“: Das Internet der Dinge ist eine gigantische Experimentierwiese, alles was irgendwie machbar scheint, wird früher oder später ausprobiert. Das erscheint punktuell sinnbefreit, liefert aber in jedem Fall neue Erkenntnissee und Erfahrungswerte. Und erscheint die Idee auch zunächst abwegig, kann sie vielleicht in einem anderen Nutzungskontext plötzlich ein spannender Lösungsansatz sein. Man sollte also so manch eine Initiative nicht zu früh belächeln. Auch wenn es beispielsweise um vernetzte Haarbürsten oder Angeldrohnen geht.

Die zweite Richtung ist, dass das eigentliche Ziel der IoT-Entwicklungen darin besteht, Abläufe, Interaktionen, Prozesse für den Nutzer zu vereinfachen. Hierzu gilt es Prozessabläufe zu analysieren und Vorteile durch vernetzte Geräte oder Produkte zu identifizieren und für sich nutzbar zu machen. Wenn also Geräte automatisch Verschleißteile analysieren und im richtigen Moment nachordern, werden Ausfalllücken und damit potentieller Nutzerfrust eliminiert. Eine gute Basis für eine lange Kundenbeziehung. Und damit auch eine tolle Chance, die man als Marke nutzen und nicht seinen Mitbewerbern überlassen sollte.

Fest steht: Beide Perspektiven treiben die Entwicklungen unaufhörlich voran. Warum und wie können nun Markenverantwortliche agieren, die Marktentwicklung aktiv mitgestalten und sich somit auch zukunftsfähig aufstellen? Dafür betrachten wir hier vor allem die Bereiche Smart Home und Mobility, also Umgebungen, die als Touchpoints für unsere Zielgruppen in der Regel hochrelevant sind.

„Dinge“ werden zu Touchpoints

Speziell für unser Zuhause kommen fast täglich neue smarte Produkte auf den Markt, aus bisher analogen Dingen des Alltags werden nun vernetzte, schlaue Systemmodule. Der bereits skizzierte Kühlschrank steht nicht nur künftig mit einem Touchscreen für unmittelbare Lebensmittelbestellungen zur Verfügung, er analysiert künftig auch Inhalte um selbstständig Einkaufslisten zu erstellen oder die gesundheitsbewusste Ernährung zu unterstützen.

Herdplatten und Backöfen lassen sich fernsteuern oder mit Sprach-Assistenten bequemer bedienen. Lichtkompositionen, Einbrecherschutz, Optimierung des Energieverbrauchs – heute bereits möglich, in Zukunft durch das massiv zunehmende Produktangebot omnipräsent. Und auch die Automobilhersteller haben längst eine Veränderung ihres Produktportfolios eingeleitet. Neben der Fahrzeugproduktion bringen sie sich als Serviceprovider in Position und betrachten Autos zunehmend als „Smartphones on wheels“. Neben originären Fahrzeugservices wie z. B. der temporären Freischaltung von Motorleistung oder Unterhaltungsangeboten, werden Hersteller auch externe Services entgeltlich in ihrer Fahrzeugumgebung einbinden. Versicherungen, Lieferservices – was das Herz begehrt und der Nutzer gut gebrauchen kann ist willkommen in der kommenden App-Ökonomie in Autos.

Was alle Touchpoints eint ist übrigens die zunehmende Steuerung der Umgebung über Sprachsteuerungssysteme wie Alexa, Siri oder Google Assistant.

Herausforderungen und Chancen

In beiden Umfeldern gilt es dabei grundsätzlich unterschiedliche Herausforderungen – die über eine einfache Bedienung hinausgehen – zu meistern. Verbraucher erwarten zusehends, dass „Maschinen“ mitdenken. Die digitale Steuerung – nett! Aber echte Vereinfachungen gelingen erst dann, wenn es gelingt, den jeweiligen Nutzer zu identifizieren, sein Profil zu kennen und zu schärfen und im Gegenzug vorausschauende Angebote zu unterbreiten. Dafür ist es notwendig, dass wir Nutzer-IDs generieren und möglichst lückenlos entlang der Customer Journey einsetzen, die Daten sind dann jederzeit in den Clouds gespeichert. Soweit die Theorie. Denn gerade die Hoheit über Schnittstellen zum Verbraucher – und genau das ist die User ID – als auch die Datenhoheit, gelten als kritische Erfolgsfaktoren der Zukunft. Kurz: da wollen alle dran und jeder versucht sich in Position zu bringen um Plattform-Giganten wie Facebook, Google, Apple und Amazon die Stirn zu bieten.

Neben der strukturellen Herausforderung – User IDs und Clouds-Services – gilt es die richtigen Angebote für die Zukunft zu entwickeln und zu implementieren. Anders als in der Vergangenheit, als in der Regel eindeutig definierte Spezialistenprofile für die Forschung und Entwicklung den Job erledigten, braucht man in diesem Entwicklungsumfeld weitaus mehr Fähigkeiten, die man versammeln muss und damit auch eine neue Art zu arbeiten. Neue digitale Services sind dabei nicht ausschließlich Aufgaben der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sondern auch der Trend zu „Advertising as a Service“ erweitert die Themenvielfalt auf der Marketing-Agenda. Da nicht mehr nur die Idee entscheidend für den Erfolg eines neuen Angebots ist, sondern vor allem die Art der Umsetzung und zum Teil auch die Geschwindigkeit, sind kollaborative Arbeitsweisen und mehr Agilität als in der Vergangenheit wichtige Erfolgskriterien. Produktspezialisten treffen dann auf Informationsarchitekten, Designer, Programmierer, Analysten, Querdenker. Und idealerweise sind auch Verbraucher schnell Teil des Teams, um sinnvolle Services für diesen neuen Markt zu entwickeln. Die Herausforderungen für das Marketing lassen sich de facto also nur mit interdisziplinären Task-Forces lösen, die mithilfe von Design Thinking Workshops, Rapid Prototyping und iterativen Entwicklungsprozessen schnell und in enger Zusammenarbeit IoT-Angebote – Hardware wie auch digitale Services – entwickeln können.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei digitaleweltmagazin.de.

Diana Degraa, Geschäftsführerin von Plan.Net Hamburg im Interview mit „Optic + Vision“ zur digitalen Inszenierung von Marken und Services an Bedeutung.

„Wir sind ein junges, dynamisches Team. Unsere Hierarchien sind flach, die Türen stehen jederzeit offen. Jede Woche gibt es frisches Obst und in der Kantine Smoothies. Zur Entspannung stehen in der Leisure Lounge Bällebad und Kickertisch bereit.“ Haben Sie das auch schon mal in einer Stellenzeige gelesen? Einmal oder eher hundertmal? Unsere neue Generation von Mitarbeitern würde sagen: „Nice“. Als wirkliches Argument, Menschen von einem Wechsel in die Agenturbranche zu überzeugen, taugen die oben aufgeführten Argumente meines Erachtens jedoch immer weniger.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Kickern in der Mittagspause, den Latte aus der Cafeteria oder den Apfel aus dem Obstkorb. Auch nichts gegen Meetings auf der Terrasse, Home oder Flex-Office-Lösungen und hierarchiefreie Brainstormings. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass dies nicht die ausschlaggebenden Motive für unseren Nachwuchs sein sollten, sich in einer Agentur zu bewerben. In meinen Augen hat ein Job in einer Digitalagentur ganz andere Vorzüge, speziell für Berufsein- und -umsteiger.

1. Schneller mehr lernen

Schon mal im Konzern in Abteilung 4.7 ein Praktikum absolviert und vier Wochen den immer gleichen Job verrichtet? In einer Agentur lernt man in deutlich kürzerer Zeit das Geschäft kennen. Ja, man wird dabei immer wieder mal ins kalte Wasser geschmissen. Aber genau das sind meist die Situationen, aus denen man als Mitarbeiter selbstbewusster und mit vielen neuen Erkenntnissen herausgeht. Von der eigenständigen Kundenbetreuung über Projektmanagement und Strategie bis hin zu Reporting und Auswertungen: In Digitalagenturen gibt es zahlreiche Bereiche, in denen man seine Interessen und Talente einbringen und weiterentwickeln kann. Natürlich gibt es bei uns Fanta4-like auch SSP, DSP und KPI, aber wir programmieren zusätzlich Skills für Alexa, hilfreiche Apps für Flüchtlinge und erfinden neue Werbemittel. Den Passierschein A38 braucht bei uns kein Mensch.

2. Schnell Verantwortung übernehmen

Mit stetigem Lernen, neuem Wissen und zusätzlichen Fähigkeiten kommt fast selbstverständlich innerhalb kurzer Zeit mehr Verantwortung dazu. Erst einmal ein paar Jahre Frondienste in der dritten Reihe leisten, bevor man selbst Verantwortung übernehmen kann, ergibt in unserer Branche keinen Sinn. Dort wo Spezialwissen gefragt ist, brauchen wir Experten, die sich sofort einbringen. Und Generalisten oder Strategen, die im Wald die Bäume nicht nur sehen, sondern daraus die schönsten Baumhäuser konstruieren. Egal ob es sich um Aufgaben für einen neuen Kunden oder interne Prozesse handelt: In einer Digitalagentur kann sich jeder einbringen, unabhängig von der Hierarchieebene. Lähmende Gremien und Arbeitskreise passen nicht zu einer Arbeitskultur, die von Scrum & Co. geprägt ist. Sprinten kann nur, wer genügend Auslauf hat. Verantwortung für das Endergebnis zu übernehmen gehört zur Mitarbeiter-DNA in einer Digitalagentur. Das kann manchmal anstrengend sein, in der Regel ist es eher befriedigend.

3. Schneller aufsteigen

Nach vier Jahren noch auf einer Junior-Position und die nächste Beförderung gibt es erst, wenn ein Kollege versetzt wird oder kündigt? Das ist in Digitalagenturen die absolute Ausnahme. Wer schnell lernt und Commitment zeigt, der bekommt garantiert die Möglichkeit aufzusteigen. Stehen Mitarbeiter im Konzern durchaus mal länger in der Karriereschlange, ist es in einer Digitalagentur durchaus möglich, jedes Jahr einen Karriereschritt zu machen und nach drei bis vier Jahren eine Position als Teamleiter zu bekleiden. Diese Möglichkeiten motivieren nicht nur den Einzelnen, sondern sind auch für die Agentur wichtig, um sich als Unternehmen möglichst agil weiterzuentwickeln. Deshalb liegt es in der DNA von Digitalagenturen, ihren Mitarbeitern größtmöglichen Bewegungs-Spielraum zu geben.

4. First Mover, Influencer, Checker

Künstliche Intelligenz, Influencer, Chatbots, Data-Management-Plattformen und Customer Centricity. Für uns ganz normal, für normale Menschen erst mal nur Fachchinesisch. Wir sind die Ersten, die Lösungen entwickeln, die später im Alltag der Menschen eine große Rolle spielen. Wer in Digitalagenturen arbeitet, ist nicht nur am Puls der Zeit. Er oder sie gehört zu den First Movern in unserer Gesellschaft. Wir bekommen Einblicke in Unternehmen und spannende Märkte in einer sehr frühen Phase der Entwicklung. Und bei neuen Themen gilt oft: Experte ist derjenige, der sich als erster intensiv damit beschäftigt – weil noch niemand sonst Erfahrung damit hat. Dabei entwickeln wir nicht nur neue Lösungen mit den aktuellsten Tools und Technologien, wir müssen auch ein feines Gespür für die Motive und das Verhalten von Menschen entwickeln. Das macht uns auch im Privaten manchmal zu Influencern, wenn es darum geht, Neues zu erklären. Unser Job ist spannend, jeden Tag aufs Neue. Und wir lernen mit jedem Update.

5. Integriertes, übergreifendes Arbeiten

Grafiker, Kreative, Mediaplaner, Coder, Strategen – eine Digitalagentur arbeitet am effizientesten integriert. Gemeinsam mit zahlreichen Kommunikationsgewerken als Generalunternehmer des Kunden. Wir sind die Architekten, Bauleiter, Maurer, Elektriker oder Fliesenleger der Digitalen Transformation. Nur heißen unsere Baustellen „Kampagnen“, „Anwendungen“, „Skills“ oder „Solutions“. Das gemeinsame Ziel ist kein fertiges Gebäude, sondern der wirtschaftliche Erfolg unserer Kunden. Und weil bei jeder Aufgabe andere Aspekte im Vordergrund stehen und unterschiedliche Strategien und Kommunikationsmaßnahmen von Nöten sind, steht das Team stetig vor neuen Herausforderungen. Integriert und vom Ergebnis her zu denken, gehört für Digitalagenturen zum Alltag. Dazu zählt auch, dass wir uns gegenseitig verstehen. Natürlich menschlich, aber vor allem auch fachlich. Deshalb muss der Usability-Experte wissen, was die SEO-Fachfrau macht und der Kreative wissen, wie die Media tickt. Das ist en Detail nicht immer einfach, aber in der Summe sehr bereichernd.

6. Abwechslung als Regel

Jeden Tag Schema F? Das kommt in einer Digitalagentur kaum vor. Unterschiedliche Kunden aus verschiedensten Branchen, neue Tools und Technologien. Die schnelle Entwicklung des Digitalen in der Welt fordert uns jeden Tag. Das Wenigste davon können wir an Universitäten lernen und hinter jedem Update wartet eine neue Herausforderung. Für First und Fast Mover sind Digitalagenturen das ideale Berufsumfeld. Das mit den Fähnchen kann man später ja immer noch machen. Und das Gehalt und die Arbeitszeiten? Eine angemessene, absolut konkurrenzfähige Vergütung und flexible Arbeitszeitregelungen sind in einer modernen Digitalagentur fast schon selbstverständlich. Wir wissen um den harten Konkurrenzkampf und haben den Fight for Talents längst verinnerlicht. Deshalb sind ein gutes Gehalt, selbständiges Arbeiten und ein moderner Arbeitsplatz Pflicht. Zur Kür zählt nicht das Bällebad. Es ist die DNA der Digitalagenturen (siehe Punkt 1 bis 6), die uns als Arbeitgeber für den Nachwuchs attraktiv macht.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Horizont.

Das neue Jahr gönnt uns wirklich keine Verschnaufpause. Kaum hat sich der Silvesterrauch verzogen, können wir uns schon über den lang erwarteten Relaunch eines wichtigen Tools freuen. Wie wir bald mit unserer Lesebrille suchen und warum uns Sprachassistenten demnächst vielleicht auf die Nerven gehen, erfahren Sie in den SEO News für den Februar.

1) Hurra: Die neue Google Search Console ist da

Mit dem Jahreswechsel wurden die Postfächer vieler Webmaster, Inhouse SEOs und Agenturen landauf landab mit unzähligen Emails überschwemmt. Was auf den ersten Blick nach Spam aussah, entpuppte sich aber schnell als eine lang erwartete Botschaft aus Mountain View. Nach mehrmonatiger Testphase steht die neue Google Search Console jetzt nun allen Nutzern zur Verfügung. Offiziell zwar noch immer in der Beta-Phase, zeigt sich das ehemals „Webmaster Tools“ genannte Datenportal zum Monitoring der Performance einer Webseite in der organischen Suche im komplett überholten Design. Neben einem frischen Look aber bietet die Search Console auch echte Neuerungen, wie den Zugriff auf historische Daten aus 16 Monaten, statt wie bisher nur auf 90 Tage. Hinzu kommen neue Funktionen wie der Index Coverage Report, mit dem man die Performance einzelner URLs in der Suche besser nachvollziehen kann. Zwar fehlen einige grundlegende Funktionen noch, doch Google hat angekündigt, den Funktionsumfang der neuen Console im Lauf des Jahres noch einmal deutlich zu erweitern. Auch die API soll in diesem Zuge neue Funktionen erhalten. Dass sich der lang erwartete Rollout so lange hingezogen hat, liege vor allem daran, dass Google das Feedback der Betatester gesammelt und ausgewertet hat, so das Unternehmen. Man sei auch weiterhin am Input der Webmaster interessiert, die dazu aufgerufen sind, Ideen für nützliche Reports und Funktionalitäten bei Google einzureichen. Als SEO oder Webmaster sollte man diese Einladung nicht ungenutzt lassen, um eines der wichtigsten Werkzeuge der Branche weiter den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Zeit anpassen zu können.

2) Voice Search Ranking: Neue Studie nennt erstmals Zahlen

Die britische Digitalagentur Roast hat in einer Studie den Zusammenhang zwischen Rankings auf klassischen Google Suchergebnissen und den Antworten des digitalen Sprachassistenten Google Home untersucht. Zu diesem Zweck wurden 616 Top-Suchbegriffe aus den Bereichen Medizin, Einzelhandel, Reise und Finanzen definiert, für welche im Vereinigten Königreich eine Antwortbox, das sogenannte Featured Snippet, als Suchergebnis angezeigt wird. Bei der automatisierten Abfrage dieser Suchbegriffe konnte der Google Home Sprachassistent auf rund 75 Prozent der Anfragen antworten, bei den restlichen 25 Prozent blieb Google sprachlos, obwohl in der Desktopsuche eine entsprechende Antwortbox existiert. Man könne allerdings keine Aussage treffen, von welchen Regeln die Ausgabe einer Antwort abhänge, so die Studie. Darüber hinaus stimmte bei knapp 20 Prozent der beantworteten Anfragen das Sprachergebnis nicht mit dem Featured Snippet auf dem Desktop überein. Für das Suchmarketing bedeuten diese Ergebnisse, dass der erfolgreiche Kampf um ein Featured Snippet-Ranking in der Desktopsuche noch lange keine entsprechende Hörbarkeit auf Google Home garantiert und für Suchanfragen nach lokalen Dienstleistungen die Pflege der Informationen im Google Mybusiness-Tool weiterhin unabdingbar ist.

3) Visuelle Suche auf dem Vormarsch

Während wir noch aufgeregt über die Auswirkungen von Voice Search für das digitale Marketing sprechen, eröffnet der Vormarsch der künstlichen Intelligenz schon wieder ganz neue Perspektiven. Mit neuen Apps wie „Google Lens“ oder „Pinterest Lens“ sowie erweiterten Funktionen von Microsofts Suchmaschine Bing, beschreiten wir das Zeitalter der visuellen Suche. Schon seit den frühen Tagen von Google konnte man mit Hilfe von Keywords nach Bildern suchen, später folgte dann die Reverse-Suche nach Bilddateien mit Hilfe strukturierter Daten. Im bevorstehenden Schritt der visuellen Suche erkennt eine künstliche Intelligenz den Inhalt von Fotos oder nur Bildausschnitten ganz ohne Kontext und kann nicht nur ähnliche Aufnahmen als Ergebnis liefern, sondern auch umfangreiche Informationen zu den Eigenschaften des abgebildeten Objekts. Für den Bereich e-Commerce bedeutet dies einen neuen Einstiegspunkt im Verlauf der Customer Journey. Informationssuche und Kaufentscheidungen können schnell und intuitiv durchgeführt werden. Der Zwang, die eigene Suchintention in eine geschriebene oder gesprochene Suchphrase zu übersetzen, entfällt, die Ergebnisse werden unmittelbar im augmentierten Bild ausgespielt. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet diese Entwicklung, dass die Bereitstellung von Produktinformationen über automatisierte Datenfeeds und Datenbanken noch wichtiger wird. Nur so liegen jederzeit passende Informationen in den Suchsystemen vor, die ein solches Push-Paradigma erfolgreich bedienen können. Die übertragenen Inhalte, visuell wie textlich, müssen auf Qualität und Relevanz optimiert und als strukturierte Daten ausgezeichnet sein, um im Wettbewerb der Daten bestehen zu können. Die Integration der visuellen Suche in Kameras, Browsern und Apps wird sich schnell vollziehen und den Übergang von Onpage- zur Datenoptimierung weiter beschleunigen.

4) Alexa bekommt eine eigene Meinung

Wir wissen inzwischen, dass digitale Sprachassistenten wie Alexa oder Siri weibliche Stimmen haben, da Studien belegen, dass sowohl Männer als auch Frauen dem weiblichen Ausdruck mehr Vertrauen entgegenbringen als männlichen Stimmen. Aber abseits vom faktenbasierten Frage-Antwort-Spiel ist es bislang nicht möglich eine Konversation mit den Voice-Assistentinnen zu führen. Dies soll sich nach dem Willen von Amazon nun ändern. Laut Techcrunch soll Alexa eine eigene Meinung erhalten und diese auch selbstbewusst im Gespräch mit ihrem Nutzer vertreten. Als Beispiel nennt das Unternehmen Aussagen zu Filmen im hauseigenen Videoangebot. Wie einst der seltsame Typ am Tresen der Videothek (die älteren Leser werden sich erinnern), soll Alexa zukünftig den Nutzer auf der Suche nach der richtigen Feierabendgestaltung in ein Gespräch verwickeln können, welches auf nicht von Menschen kuratierten Inhalten basieren soll. Stattdessen soll die künstliche Intelligenz des Sprachassistenten den nötigen Anteil Haltung und Humor selbstständig generieren, der für eine menschlich anmutende und marktgerechte Unterhaltung in all ihren Nuancen unabdingbar ist. Von dieser Strategie verspreche sich Amazon auch einen Vorteil gegenüber dem Konkurrenten Google, welcher in Bezug auf Informationen und Fakten auf einen ungleich größeren Datensatz zurückgreifen könne, so ein Sprecher des Unternehmens. So erklärt Alexa bereits heute die US-Biermarke Budweiser zu ihrem Lieblingsgetränk. Doch bei allem Humor wird die Fähigkeit einer Maschine zur natürlichen Konversation mit einem Menschen die Zukunft des Suchmarketings entscheidender prägen und verändern als jeder Technologiesprung, den wir bislang erleben durften.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Internet World Business.

Reden Sie auch mit Alexa, Siri oder Cortana? Haben Sie auf der Webseite beispielsweise Ihrer Versicherung schon mal mit einem Chatbot eine kurze Frage geklärt? Oder sind Sie am Münchner Flughafen schon mal mit einer fahrerlosen Bahn zum Terminal K geshuttelt worden? Künstliche Intelligenz begegnet uns im Alltag bereits an vielen Stellen. Künftig immer mehr auch im Marketing.